Noch nicht bestätigen kann die Kripo Erlangen, ob der bei einem Küchenbrand in der Nacht zum 10. Dezember in der Flüchtlingsunterkunft in Höchstadt-Süd vorläufig festgenommene 26-jährige Bewohner auch das Feuer gelegt hat.

Er war vor Ort als Tatverdächtiger in Gewahrsam genommen worden, weil er die polizeilichen Maßnahmen behinderte und besonders aggressiv auftrat. "Eine Täterschaft dieser Person ist nicht auszuschließen, kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht bestätigt werden", teilt die Polizei auf Anfrage mit.

Aufgrund der Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Erlangen wird weiterhin von einer Brandstiftung ausgegangen. Mehrere Zeugen wurden bereits gehört, weitere Zeugenvernehmungen stehen aber noch aus. Ein politisches Motiv für die Tat ist für die Polizei nicht zu erkennen. Die Ermittlungen laufen weiter.

Wie berichtet, war in der Flüchtlingsunterkunft kurz nach Mitternacht in einer Gemeinschaftsküche Feuer ausgebrochen. Bewohner und Sicherheitspersonal bekämpften den Brand mit zwei Schaumlöschern noch vor Eintreffen der Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte wieder abgerückt waren, ging ein Papiermülleimer in einer anderen Gemeinschaftsküche der Unterkunft in Flammen auf. Auch hier konnte der Sicherheitsdienst löschen und den Schaden in Grenzen halten. ad