Susanne Deuerling

Die Wasserversorgung in Heinersberg und Neumühle stand im Gemeinderat Nordhalben wieder im Blickpunkt. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) erläuterte kurz die Fakten, ehe er auf die weiteren Planungen einging. Die Quellen in Heinersberg können den Trinkwasserbedarf nicht mehr decken; es ist auch nicht möglich, das Leitungsnetz damit zu spülen, so wie es notwendig wäre. Es muss deshalb über eine Anbindung an das Leitungsnetz entschieden werden, entweder über Hermesgrün oder die eigene Versorgung in Nordhalben . Deshalb wird das Ingenieurbüro SRP eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vornehmen, welche Lösung am besten wäre.

Zur Novembersitzung soll diese Berechnung vorgestellt werden, damit nach der Genehmigung durch den Marktgemeinderat die Ausschreibung der beiden Maßnahmen erfolgen kann. Mit der Durchführung könnte dann im Frühjahr 2023 begonnen werden. Bürgermeister Pöhnlein erklärte, dass man die Quellen weiterhin als Löschwasserreservoir nutzen werde, gleichzeitig das Netz anpasse und reduziere und so die Trinkwasserleitung und die Löschwasserleitung trenne.

Michael Wunder (CSU) forderte die Verwaltung auf, eine Aufstellung über die Schüttung der Quellen und den Verbrauch in den vergangenen Monaten zu erstellen. Man wolle mit den verschiedensten Gerüchten darüber endgültig aufräumen und sichere Fakten vorweisen können.

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Gemeinde, um in das Förderprogramm der RZWas 21 zu gelangen, bis Ende 2024 Investitionen von 1,4 Millionen Euro mit einem geringen Zuschuss tätigen werde, um so ab 2025 in den Genuss der 40-Prozent-Förderung zu kommen. Mit der Berechnung und Umsetzung wird das Ingenieurbüro SRP Kronach beauftragt.

Wasser vor Straße

Aufgrund der aktuellen Situation im Bereich der Wasserversorgung ist es momentan nicht möglich, parallel dazu die Sanierung der Amlichstraße durchzuführen. Deshalb soll der Beschluss zur Sanierung der Straße aufgehoben und auf einen späteren Zeitpunkt vertagt werden.

Michael Wunder meinte, mit einer Aussetzung könne er sich anfreunden, aber nicht mit einer Aufhebung. Die Gemeinde solle versuchen, mit wenigen Mitteln doch eine Verbesserung der Straßen vorzunehmen. Mit zwei Gegenstimmen wurde die Aufhebung des Beschlusses über die Sanierung der Amlichstraße/Ziegengrundweg beschlossen.