Der 550. Geburtstag von Lucas Cranach dem Älteren wirft seine Schatten voraus. Museologe Alexander Süß stellte den Mitgliedern des Tourismus- und Stadtmarketingausschusses am Montag die im Jubiläumsjahr vorgesehenen Veranstaltungen vor. So sind im Cranach-Jahr mehrere Ausstellungen geplant: „Cranach & Kronach – 550 gemeinsame Jahre?“, „500 Jahre Septembertestament“ und eine Exposition zum 500. Todestag des Dürer-Schülers Hans Süß von Kulmbach.

Bürgermeisterin Angela Hofmann freute sich über viele Mitwirkende, die das Jubiläumsjahr mit Euphorie und Ideenreichtum gestalteten, so etwa der Verein „1000 Jahre Kronach “, der Kunstverein, der Verein für regionale Kunstförderung, das evangelisch-lutherische Dekanat Kronach-Ludwigsstadt, das katholische Pfarramt und der Lucas-Cranach-Arbeitskreis.

Das zweite Pandemie-Jahr 2021 sei besser gelaufen als nach den Erfahrungen im Jahr zuvor angenommen, sagte die Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs, Kerstin Löw, in ihrem Rückblick. „Wir hatten inzwischen manches dazugelernt“, sagte sie. Insbesondere die Rosenberg-Festspiele hätten angesichts der begrenzten Zahl vom maximal 170 Zuschauern pro Aufführung mit insgesamt 8549 Besuchern die Erwartungen klar übertroffen.

Auf der Festung wurden Löw zufolge im vergangenen 10 343 Besucher gezählt, nur rund 600 weniger als 2020. Obwohl ein paar Beherbergungsbetriebe noch nicht gemeldet hätten, habe man 10 679 Gästeankünfte und 27 308 Übernachtungen registriert. Das Jufa-Hotel auf der Festung verzeichnete 3456 Gästeankünfte und 8 274 Übernachtungen, wohlgemerkt in nur sieben Monaten.

Feuerwerk an Ideen

Es gab von allen Seiten Lob für das Team des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs der Stadt. Angela Hofmann sprach von einem Feuerwerk an Aktivitäten, Kreativität und Ideen, obwohl durch die Corona-Pandemie viele Einschränkungen hingenommen oder Ausweichmöglichkeiten gesucht werden mussten. Den Worten der Bürgermeisterin schlossen sich Heinz Hausmann und Martin Bittruf ( CSU ), Marina Schmitt ( SPD ), Martina Zwosta (FL) und Matthias Simon (FW) an.

Simon stellte allerdings fest, dass die Stadt Kronach zwei Probleme im gastronomischen Angebot habe. Es fehlten Betriebe mit deutscher und fränkischer Küche und Cafés.

Die Stadtchefin informierte über die beiden neuen Essensstände am Marienplatz (wir berichteten). Der Crêpes-Stand habe den Verkauf schon aufgenommen, ein Pasta-Stand komme am 15. März hinzu. Die Idee hierzu sei von Einzelhändlern an sie herangetragen worden. Es gibt nun wieder die Möglichkeit, über Mittag auch warme Speisen zu genießen oder am Nachmittag einen Kaffee zu trinken.

Heinz Hausmann freute sich über die vielen Aktivitäten auch auf der Festung Rosenberg . Dadurch gelinge es, auch Einheimische mehr auf die einzigartige Anlage zu locken, die sich immer mehr mit ihrem Wahrzeichen identifizieren. Das dürfe man nicht unterschätzen.

Hans Simon ( SPD ) nannte das von Alexander Süß vorgetragene Programm für 2022 „ein tolles Veranstaltungsangebot“, das nun von Werbung begleitet werden müsse. Voller Spannung erwarte man auch das Lichtprojekt „ Kronach leuchtet“. eh