Die Segnung und offizielle Übergabe des neuen Einsatzleitwagens für die Unterstützungsgruppe – Örtliche Einsatz- Leitung (UG – ÖEL) des Landkreises Kronach wurde zu einem großen Tag für die Hilfsorganisationen. Der Standort dieses außergewöhnlichen Fahrzeugs wurde in zentraler Lage bei der Feuerwehr Pressig gewählt, gebraucht wird dieser Einsatzleitwagen aber überall dort, wo es zu Großschadenslagen oder zu Katastrophenfällen kommt.

Die UG – ÖEL ist seit Januar 2018 bei der Feuerwehr Pressig stationiert. Sie wurde zur optimalen Unterstützung sowie Entlastung des örtlichen Einsatzleiters bei Großschadenslagen sowie Katastrophenfällen im Landkreis Kronach gegründet. Der Leiter der UG – ÖEL in Pressig , André Stadelmann, informierte, dass die UG keine Feuerwehreinheit ist und als Katastrophenschutzeinheit dem Landratsamt untersteht. Die Hauptaufgabe ist es, dem Örtlichen Einsatzleiter unterhalb der Katastrophenschwelle oder im Katastrophenfall zur Seite zu stehen. Da dies aber Gott sei Dank nicht oft vorkommt, steht die UG auch dem Feuerwehreinsatzleiter bei größeren Einsätzen zur Verfügung. Die Feuerwehr Pressig , gemeinsam mit der Feuerwehr Rothenkirchen, Kameraden aus Teuschnitz, Dörfles, Kronach, zwei Mitgliedern der KBI und dem THW stellen in der UG derzeit 42 Mitglieder, die diese Zusatzaufgabe neben ihrem normalen Feuerwehr- und THW- Dienst auf sich nehmen.

Das Fahrzeug ist ein mobiles Hightech- Büro mit drei festen PC- Arbeitsplätzen und zwei abgesetzten Arbeitsplätzen über Laptop. Zur digitalen Vernetzung zählen auch zwei Fernseher – davon einer zur Montage außen am Fahrzeug zur Übertragung aller PC- Bildsignale, Fernsehfunktion als Informationsquelle über offizielle Medien, Anzeigen von Drohnenbildern von der Einsatzstelle. Die Kosten des Fahrzeugs liegen bei circa 390.000 Euro, wovon 106.000 Euro gefördert wurden.

Der bisherige Einsatzleitwagen, dessen Fahrgestell noch in Schuss war, wurde umgebaut. Der Kreisausschuss genehmigte dafür Kosten von 15.000 Euro. Um Kosten zu sparen, wurde der Umbau vollständig in Eigenleistung durchgeführt, wofür Mario Müller zwei Wochen Urlaub opferte. Es wurden 180 Stunden Arbeitsleistung investiert und so kann dieses Fahrzeug funktionsgerecht als ELW 1 genutzt werden.

Landrat Klaus Löffler war beeindruckt darüber, was im Markt Pressig und in der Region durch Zusammenhalt und gesellschaftliches Miteinander an ehrenamtlichem Engagement geleistet werden kann. Die Segnung des neuen Einsatzleitfahrzeugs nahm Feuerwehrpfarrer Thomas Teuchgräber mit Diakon Alfred Trebes vor. Die Stadtkapelle Teuschnitz unter Leitung von Bernd Jungkunz umrahmte den Festakt musikalisch. eh