Das günstige Pandemiegeschehen hat die Feuerwehr Wickendorf genutzt, um ihre Jahresversammlung, die im Januar stattgefunden hätte, nachzuholen.

Vorsitzender Peter Stauffer bezifferte den Mitgliederstand auf 153. Kommandant Markus Wachter ist stolz auf seine 40 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen. Sehr erfreulich entwickle sich die Kinderfeuerwehr, so Wachter. Er sei voll zufrieden, wie die Arbeit im Kinder- und Jugendbereich funktioniere und wie die Anwärter in die Aufgaben der Feuerwehr eingebunden werden. Vier Übungen habe man unter Corona-Bedingungen abhalten können.

Zwei Einsätze hatte die Wickendorfer Wehr 2020 zu bestreiten: Am gleichen Tag musste man zu einer Türöffnung und einem Verkehrsunfall ausrücken. Die Wehr wurde mit einer neuen vierteiligen Steckleiter mit Aufsteckteil, Kabeltrommeln, einer Schnittschutzhose und einem Funkgerät ausgestattet.

Jugendwartin Katja Reißig bedauerte, dass man für die Jugendfeuerwehr nur vier Übungen abhalten konnte. Von den 15 „Löschlöwen“ in der Kinderfeuerwehr berichtete Christina Herrmann. Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger stelle fest, dass auch ohne Übung die Feuerwehren immer da waren, wenn sie gebraucht wurden.

Auf der Tagesordnung stand auch die Neuwahl eines Kommandanten. Markus Wachter stellte sein Amt nach 18 Jahren zur Verfügung. Seit 1997 war Wachter stellvertretender Kommandant. 1998 absolvierte er den Gruppenführerlehrgang und ein Jahr später wurde er Jugendwart, 2003 Kommandant. Zwischenzeitlich ist er in der Kreisbrandinspektion als Kreisbrandmeister für den Unterkreis 1 zuständig.Die Aktiven wählten schließlich den bisherigen Stellvertreter Andreas Leitz zum neuen Kommandanten. Ihm zur Seite steht Anna Jakob als neue Stellvertreterin. Die FFW Wickendorf hat in seiner 68-jährigen Geschichte nun den vierten Kommandanten und erstmals eine Frau mit an der Spitze. ut