Urnenwiesengräber, Stelen, Urnenwände, Urnengräber, Särge, anonyme Bestattungen , Friedwald. Die Möglichkeiten einer Bestattung sind heutzutage vielfältig und genau aus diesem Grund beschäftigte sich das Gremium mit diesem Thema. Künftig sollen zwar keine neuen Friedhöfe entstehen, aber die, die vorhanden sind, sollen – zumindest teilweise – umgestaltet werden. Zulässig sind unter anderem jetzt zum Beispiel Biournen. Der Beschluss des Stadtrates enthielt auch die Urnenbeisetzungen in Gemeinschaftsgrabanlagen unter Bäumen und Urnenbeisetzungen in Gemeinschaftsgrabanlagen mit Stele, falls dies die Platzverhältnisse erlauben würden.

Auch Urnengräber in unterschiedlicher Form und Urnenwiesengräber sind vorgesehen. Dazu will man jetzt eine neue Kostenkalkulation durchführen. Christina Herr und Harald Suffa-Blinzler gaben einen Überblick über die „Friedhofsszene“ in Kronach , Gehülz , Glosberg , Fischbach, Friesen und Neuses.

Zu diesem Thema lag ein Antrag von AfD-Kreisvorsitzendem Harald Meußgeier bezüglich eines Friedwald-Konzeptes vor. „Und das aus gutem Grund“, meinte er und wurde philosophisch: „So kann man auch im Tode die Ruhe genießen.“ Er bezeichnete den Friedwald als eine „würdevolle Art des Abschieds“ und vor allem auch als eine Möglichkeit, einkommensschwächere Schichten einzubeziehen.

Diese Idee, so schön sie auch sein mochte, wird aber wahrscheinlich nicht umgesetzt werden. Zu viele Steine müssten dafür aus dem Weg geräumt werden und schließlich habe man schon sechs Friedhöfe , die man bewirtschaften müsse.

Sanierungen allerorten

Eine lange Liste von baulichen Maßnahmen untermauerte diesen Punkt, denn in allen Friedhöfen müssen Sanierungen durchgeführt werden. Marina Schmitt ( SPD ) hatte sich gewundert, dass man 2016 schon Urnengräber beschlossen habe, aber in dieser Richtung nicht so viel passiert sei. Christina Herr brachte hier die Bevölkerung ins Spiel, die in einigen Ortsteilen , wie zum Beispiel in Fischbach, die Urnengräber leider nicht annehme. Am Ende plädierte die Bürgermeisterin auf jeden Fall für mehr Vielfalt bei den Bestattungsarten , „denn die Bürger sollen sie sich nicht woanders suchen“. ml