Der Breitbandausbau mit Glasfaser wird Kronach noch lange beschäftigen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Kronach befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Ergebnissen des kombinierten Markterkundungsverfahrens für den Breitbandausbau in der Kreisstadt Kronach .

Hierzu stellte Diplom-Ingenieur Klaus Eckel von IK-T (Innovative Kommunikationstechnologien) verschiedene Fördermodelle vor. Das erwies sich als ein sehr komplexes Thema, denn die verschiedenen Gigabitförderrichtlinien des Freistaates Bayern und des Bundes sind nicht immer leicht zu verstehen. Deshalb schaltete die Stadt Kronach schon im Vorfeld das Planungs- und Beratungsunternehmen IK-T aus Regensburg für ein kombiniertes Markterkundungsverfahren ein. Das IK-T versteht sich als Unternehmen, das im Bereich Telekommunikations- Festnetze und netznaher Dienste unterschiedliche Leistungen anbietet, die von Strategie, Planung, Errichtung und Betrieb bis zur Optimierung reichen.

In Kronach sollen Privathaushalte mit bis zu 100 Mbit/s und Betriebe/Gewerbe mit bis zu 200 Mbit/s ausgestattet werden. Zur Auswahl stehen die Gigabit Breitband-Förderung nach Bayerischer Gigabit Förderung oder das Gigabit Förderprogramm des Bundes mit Kofinanzierung Bayerns. Die maximale Förderung ist auf 90 Prozent gedeckelt.

Eckel stellte zwei Fördermodelle vor, wobei die Tendenz im Ausschuss zum Wirtschaftlichkeitslückenmodell ging. Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) sah hier noch einen langen Prozess. Nach Entscheidungen im Stadtrat, ob Voll- oder Teilausbau, Betreiber- oder Wirtschaftlichkeitslückenmodell und Entscheidung, ob bayerische oder Bundesförderung werde man zunächst Ausschreibungen veranlassen und Angebote abwarten.

Ralf Völkl (SPD) stellte fest, es müsse Ziel sein, Glasfaser möglichst in jedes Haus zu verlegen und dann im Großteil der Haushalte eine Geschwindigkeit von 100 Mbit/s als höchstmöglichen Standard zu haben.

Das sei ein sportliches Ziel bestätigte die Rathauschefin, man müsse sich darüber im Klaren sein, dass sich die Realisierung über mehrere Jahre hinziehen werde. Weil es eine sehr komplexe und wichtige Angelegenheit sei, werde darüber auch der Stadtrat entscheiden müssen. eh