Sie sind knallgelb, dreieckig und sollen für mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit sorgen – als Schutz vor Schulwegunfällen erhalten auch heuer im Landkreis Kronach die 320 Schulanfänger leuchtende Sicherheitsüberwürfe. Stellvertretend für alle Schulen wurden am ersten Schultag an der „Glück auf“-Grundschule Stockheim die Reflektoren überreicht.

„Wir freuen uns, dass wir unsere Kooperation für mehr Sicherheit im Straßenverkehr mit der Verkehrswacht Bayern fortsetzen können“, bekräftigte Fachbereichsleiter Oliver Skall von der AOK-Direktion Coburg, als er den 30 Jungen und Mädchen die grellgelben Dreiecke in der Stockheimer Turnhalle überreichte. Leider melde das bayerische Innenministerium nach pandemiebedingten Rückgängen wieder einen Anstieg von Schulwegunfällen in Bayern. Umso wichtiger sei es, gerade Abc-Schützen in den ersten Schulwochen bei der Gewöhnung an den Straßenverkehr zu unterstützen.

Die AOK kooperiert bei dem Präventionsprojekt seit drei Jahren mit der Kreisverkehrswacht Kronach, vertreten durch dessen Vorsitzenden Thomas Baier sowie Siegbert Jakob. Die reflektierenden Warndreiecke trügen, bekundeten beide, einen wesentlichen Teil dazu bei, die Verkehrssicherheit zu fördern und Verkehrsunfälle zu vermeiden. „Die Kinder können damit auch bei schlechtem Wetter oder in der Dämmerung gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden“, würdigte auch Schulleiterin Astrid Kestel; steige doch gerade mit Beginn der dunklen Jahreszeit die Gefahr, dass Autofahrer Kinder erst spät erkennen.

Schulamtsdirektorin Gisela Rohde nahm den Kindern das Versprechen ab, vorsichtig auf ihrem Schulweg zu sein. Sie wünschte allen Erstklässlern ebenso einen wunderbaren Schulstart wie Stockheims Bürgermeister Rainer Detsch , der auch die Eltern in die Pflicht nahm. „Erziehung ist Aufgabe der gesamten Schulfamilie. Schule kann nicht im luftleeren Raum gedeihen“, verdeutlichte er auch namens des ebenfalls anwesenden Landrats Klaus Löffler , dass Schule ohne das Zutun des Elternhauses nicht funktioniere.

Abschließend richtete er einen eindrücklichen Appell an alle Eltern: „Lasst eure Kinder mit dem Bus fahren! Das ist viel sicherer als das Verkehrschaos, wenn alle Kinder zur Schule gefahren werden!“ Sein Dank galt in diesem Zusammenhang allen Schulweghelfern. hs