Kürzlich fand die Mitgliederversammlung des Kronacher Kunstvereins (KKV) statt. Rückblickend hat Corona im Jahr 2020 dem Kunstverein Unterbrechungen, eine geschlossene Galerie , ausgefallene Ausstellungen , Lesungen und Events beschert. Erfreulich waren die beiden ausgesprochen erfolgreichen Präsenz-Ausstellungen im Jahr 2020 mit Gerd Kanz sowie mit Stefanie Hofer und Melanie Siegel, die auf der Basis eines umfassenden Hygienekonzeptes noch möglich gemacht werden konnten. Beide Ausstellungen haben Besucher aus der ganzen Region und von weit außerhalb angezogen.

Coronabedingt musste die geplante Ausstellung mit Alexander Johannes Kraut ( Malerei ) und Lothar Seruzet (Skulpturen) entfallen. Die für Anfang 2021 geplanten Ausstellungen von Linde Unrein und Sammlung Klewan werden auf das Jahr 2022 verschoben. Die geplanten Events ( Konzert mit Monika Kober und Band und der Kabarettabend mit Klaus Karl-Kraus) werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Auf eine mögliche Öffnung der Galerie ist der Verein bestens vorbereitet. Ein besonderes Glanzlicht ist das LED-Objekt „Hommage an Mileva Maric“, das KKV-Vorstandsmitglied und Lichtkünstler Karol Hurec im Glaskubus des Kunstvereins installiert hat. Der Kunstverein freut sich sehr, dass in der Zeit geschlossener Galerien mit dieser Installation Kunst in den öffentlichen Raum gebracht werden konnte. Die Hommage an Mileva Maric fand hohes Interesse. Unter anderem wurde in internationalen Licht- und Designermagazinen darüber berichtet.

Die Zeit des Lockdowns wird gut genutzt. Karin Elsel arbeitet unermüdlich an der Homepage des Kunstvereins . Kathrin Hauck präsentiert den KKV mit viel Verve in Social Media . Darüber hinaus wurden unter dem Titel „Einfach Kunst“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Kronach eine Reihe von Podcasts produziert. Die nächste Staffel ist bereits in Arbeit (www.kronach.de/podcast).

Die Ausstellungen mit Linde Unrein und Sammlung Klewan werden 2022 nachgeholt. Auch geplante Events, Lesungen, Konzerte , Kabarett und Kleinkunst werden dann – so hofft man – wieder stattfinden können. Das Programm 2022 steht im Zeichen von Lucas Cranach (500. Jubiläum „September-Testament“). Für den Kunstverein eine schöne Gelegenheit, einen Bogen von Cranach in die Neuzeit zu spannen und sich insbesondere mit dem Thema „Frauen in der Kunst“ auseinanderzusetzen.

2022 wird ein Jahr mit ganz besonderen Ausstellungs-Highlights. Bei allem ehrenamtlichen Engagement der aktiven Mitglieder: Die Ausstellungen kosten Geld für Versicherung, Transporte, Aufwandsentschädigungen für die Künstler, Druck von Einladungen und Plakaten etc. Das alles wird über die Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Durch den Ausfall des Galeriebetriebs sind wesentliche Zuschüsse bzw. Spenden verloren gegangen. Und so hofft der Kunstverein nach Aufnahme des Galeriebetriebs wieder auf Zuwendungen. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. red