Arbeitslosenquote sinkt
Die Arbeitslosenquote ist seit dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte gesunken und betrug im Jahresdurchschnitt 3,2 Prozent. Die Jugendlichen profitierten überproportional von der höheren Einstellbereitschaft der Betriebe. Der Gruppe der Langzeitarbeitslosen , die am stärksten von den Folgen der Corona- Krise betroffen war, boten sich im Laufe des Jahres wieder zunehmend Chancen. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer hingegen erhöhte sich überproportional um über ein Fünftel.
Im Bereich des SGB III ging die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu 2021 aufgrund des hohen Fachkräftebedarfs um 16,8 Prozent oder 1247 Personen auf 6169 zurück, während sie bei den Jobcentern aufgrund der vor Krieg und Zerstörung Schutzsuchenden aus der Ukraine um 5,9 Prozent (275 Personen) auf 4912 größer wurde.
Im Jahr 2022 verloren 15.319 Männer und Frauen ihre Beschäftigung, 12.353 Arbeitslose fanden dagegen eine neue Beschäftigung. Das waren 13,4 Prozent oder 1910 weniger als im Vorjahr. Das Minus liegt daran, dass überwiegend Fachkräfte gesucht werden, viele Arbeitslose aber über keinen Berufsabschluss verfügt.
Erstmals seit Beginn der Corona-Krise gab es wieder einen Anstieg der gemeldeten Ausbildungsstellen. Ihre Zahl hat im Vergleich zu 2021 um 320 auf 5339 Plätze zugenommen. Auf 100 Jugendliche kamen rein statistisch 212 gemeldete Lehrstellen. Dennoch blieben 1103 Ausbildungsplätze unbesetzt.
Im Januar zur Hochphase des erneuten Lockdowns bezogen im Agenturbezirk 905 Betriebe für 6120 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld. 2,5 Prozent aller Beschäftigten waren in Kurzarbeit. Auf Vollzeitstellen bemessen, konnten so 2217 Arbeitsplätze gerettet werden.
Drei Herausforderungen
„Das Kurzarbeitergeld hat sich während der Corona-Krise als Firmen- und Jobretter bewährt“, so das Fazit von Agenturleiter Stefan Trebes. Er sehe drei große Herausforderungen für 2023: mehr ausbilden, Zuwanderung forcieren und eigene Beschäftigte qualifizieren. Trebes rechnet mit einer Stagnation der Beschäftigung. „Es wird Gewinner und Verlierer geben. Der Saldo wird sich jedoch ausgleichen.“ red