Während die Vegetation früher eine Vielzahl von Hohlräumen bot, unter denen Höhlenbrüter die „freie Auswahl“ hatten, gibt es in unserer gepflegten und aufgeräumten Landschaft immer weniger alte Bäume. Die moderne Technik und eine effektive Landbewirtschaftung tun ein Übriges dazu, dass die Nistplätze für Höhlenbrüter in Hecken und Gebüschen, in denen Vögel ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen können, immer knapper werden.

Eine einfache und leicht praktizierbare Möglichkeit, zerstörte natürliche Brutplätze zu ersetzen, ist das Aufstellen geeigneter Nistkästen. „Das Bauen und Anbringen von Nistkästen ist ein aktiver Beitrag zum Naturschutz “, sagte der Vorsitzende der Feuerwehr Hesselbach , Alexander Hoderlein. Diese kleine Geste erleichtere den Vögeln das Überleben.

Unter den heimischen Wildvögeln sind die Höhlenbrüter von menschlichen Aktivitäten am meisten beeinflusst. Was lag da näher, als den zukünftigen Bewohnern tolle „Wohnungen“ zur Verfügung zu stellen und ihnen auf diese Weise eine erfolgreiche Brutsaison 2021 zu ermöglichen. Erfreulicherweise beteiligten sich an der Umweltschutz-Aktion der Kinder-Feuerwehr alle aktuell elf Mitglieder .

Gezimmert wurden klassische Briefkasten-Nistkästen – und damit die am häufigsten verwendete und gleichzeitig am einfachsten zu bauende Variante. Diese sagt den meisten höhlenbrütenden Vogelarten wie Meisen, Kleibern, Gartenrotschwänzen, Wendehälsen und Sperlingen zu. Die Bausätze waren von den beiden Betreuern der Kinder-Feuerwehr, Harry Neder und Alexander Hoderlein, entsprechend vorbereitet und an die Kinder ausgefahren worden, so dass diese die Bretter zu Hause mit ihren Familien zusammenbauen konnten. Die neuen Domizile der Piepmätze werden von den Feuerwehr-Kindern nun an einem frei wählbaren Ort im eigenen Garten oder in einem Waldgrundstück angebracht.

Die Kinder-Feuerwehr Hesselbach wurde bereits Ende Juli 2014 ins Leben gerufen. Sie richtet sich an Jungen und Mädchen ab dem Vorschulalter bis etwa zum 12. Lebensjahr, ab dem sie dann hoffentlich zur Jugend-Feuerwehr stoßen. Derzeit zählt die Rasselbande elf Kinder. Den Verantwortlichen geht es auch um die Vermittlung sozialer Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Kameradschaft und Zusammenarbeit – und eben auch um praktizierten Umweltschutz .

Derzeit können ja keine gemeinsamen Aktionen stattfinden, was die Kinder und ihre Eltern sehr vermissen. Neue Ideen haben die Betreuer bereits im Hinterkopf. Diese will man angehen, sobald es die aktuelle Situation wieder ermöglicht.