Die bayerische Wirtschaft ist weiter auf Erholungskurs, vor allem qualifizierte Arbeitskräfte werden wieder verstärkt nachgefragt: Von den 133 689 im August 2021 bei der Regionaldirektion Bayern gemeldeten Stellen richteten sich 75 644 an Fachkräfte , lediglich 31 567 waren Helferstellen. Die Gewinnung gut ausgebildeter, neuer Mitarbeiter wird für Betriebe verschiedenster Branchen wieder zunehmend zur Herausforderung.

„Für viele Unternehmen kann es sich lohnen, bei der Personalsuche den Blick auch nach innen zu richten: Denn in vielen Betrieben schlummern verborgene Talente“, so Ralf Holtzwart, Chef der Regionaldirektion Bayern.

Der Arbeitsmarktexperte regt an, Beschäftigte, deren Qualifikation noch nicht oder nicht mehr den Anforderungen der Unternehmen entsprechen, verstärkt weiterzubilden – das geht auch mit Hilfe der Bundesagentur für Arbeit . „Von einer solchen Qualifizierung im Betrieb profitieren dann alle Seiten: Den Betrieben stehen ihre erfahrenen und mit den Unternehmensabläufen vertrauten Mitarbeiter künftig als gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Die Bindung zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten wird durch neue innerbetriebliche Entwicklungsperspektiven gestärkt. Zudem reduzieren die Beschäftigten ihr Risiko, arbeitslos zu werden – gerade in Zeiten von Digitalisierung und Strukturwandel ein wichtiges Thema“, so Holtzwart.

Ganz konkret unterstützen die bayerischen Arbeitsagenturen Unternehmen , die ihren geringqualifizierten Beschäftigten den Erwerb eines Berufsabschlusses ermöglichen wollen. Aber auch Anpassungsqualifizierungen werden gefördert. Dabei gilt: Alle Arbeitnehmer – ungeachtet von Alter, Qualifikation oder Betriebsgröße – können unterstützt werden, wenn ihr Berufsabschluss mindestens vier Jahre zurückliegt. Die Bundesagentur für Arbeit kann die Lehrgangskosten sowie Zuschüsse zum Lohn entweder vollständig oder zum Teil übernehmen. Zudem kann ein pauschalierter Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag erstattet werden. Dabei ist es wichtig zu wissen: Die Weiterbildung muss mehr als 120 Stunden umfassen.

Die Weiterbildungen können in Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend stattfinden. Förderungen sind sowohl für langjährig Beschäftigte als auch für neu eingestellte Mitarbeiter ab dem ersten Arbeitstag möglich.

Wer sich für eine Förderung interessiert, kann sich telefonisch an den Arbeitgeber-Service (kostenlose Rufnummer 0800 4 5555 20) oder die bekannten Ansprechpartner wenden. Mehr auf der Internetseite

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-by/weiterbildung-qualifizierungsoffensive. red