Bislang ist die Gemeinde Großheirath recht glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen, dies wurde aus den Zahlen des Rechenschaftsberichts für das Haushaltsjahr 2020 deutlich, den Kämmerer Marcus Rothämel dem Gemeinderat in der Sitzung am Mittwoch vorstellte. Und es sieht weiterhin gut aus. Zu Beginn dieses Jahres sei die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Gemeinde sehr positiv gewesen, sagte der Kämmerer. Erhebliche Rücklagen von 3,9 Millionen Euro seien vorhanden gewesen. Somit könnten weitere Investitionsmaßnahmen angegangen werden. Dafür sind im Vermögenshaushalt 5,2 Millionen Euro veranschlagt. Schwerpunkte sind dabei die Dorferneuerung in Rossach, die Sanierung der Schulstraße mit Kanalbau, für die die Regierung von Oberfranken zwischenzeitlich einen Zuschuss in Höhe von 320 000 Euro bewilligt hat, die Sanierung der Seßlacher Straße in Watzendorf, der Kanalbau in mehreren Ortsteilen, weitere Arbeiten und Instandsetzungen sowie der Erwerb von Bauland zur Erschließung des Baugebiets "Mittelholz II" in Rossach.

Diese Investitionen erfordern eine Kreditaufnahme von rund 500 000 Euro, allerdings nur fiktiv, wie Marco Rothämel versuchte zu erklären. Zudem müssten die Rücklagen entnommen werden. Diese würden am Ende des Haushaltsjahres bis zu einem Mindestbetrag aufgebraucht sein. Weitere Geldausgaben seien dann einfach nicht drin. Bürgermeister Udo Siegel konstatierte: "Wir haben viel vor. Etliches wurde schon erledigt. Einen Kredit nehmen wir nur für wirklich wichtige Maßnahmen auf. Die Kalkulation mit einem Kredit ist eine reine Sicherheitsmaßnahme."

Die Fraktionssprecher lobten übereinstimmend das Zahlenwerk des Kämmerers. Elmar Schramm (CSU/BBL) sagte, um die Schuldenfreiheit zu behalten, müssten die Zahlen ständig im Blick behalten werden. Trotzdem solle man sich vor einer kleinen Kreditaufnahme nicht scheuen. Das Gremium segnete die Haushaltsplanung 2021 einstimmig ab.

Die Förderung von Altbausanierungen durch die Gemeinde wird weitergeführt. Der Gemeinderat beschloss, ab dem Haushaltsjahr 2022 auf unbestimmte Zeit jährlich einen Betrag in Höhe von 20 000 Euro im Haushalt vorzusehen. Wenn die Mittel ausgeschöpft sind, gibt es die Förderung erst im Folgejahr.

Die Buchenroder Bürger wünschen sich, dass die Bushaltestelle in Fahrrichtung Großheirath vom Haus der Bäuerin in die Brunnenstraße verlegt wird. Udo Siegel sagte, dazu müsse noch eine Verkehrsschau gemacht werden.

Endlich ein Praxis-Nachfolger

Schon seit langer Zeit war die Gemeinde auf der Suche nach einem Nachfolger für die Mediziner Hoos, die in diesem Jahr in den Ruhestand gehen werden. Nun konnte endlich ein Nachfolger gefunden werden: Achmad Elhussain, Facharzt für Allgemeinmedizin, der ab 1. Oktober die Praxis führen wird. Elhussain stellte sich dem Gemeinderat vor. lbö