"Neue Stromtrasse, neuer Ärger" hieß es vor wenigen Tagen. Es ging um die umstrittene Ostvariante der 110-Kilovolt-Leitung Fulda-Main. In der Sitzung des Gemeinderates in Rannungen berichtete Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) von einer Videokonferenz, an der Landrat Thomas Bold (CSU) und die Bürgermeister betroffener Gemeinden teilgenommen hatten. Dieser Vorschlag, der nicht neu ist, wurde von einem Vertreter des Sachgebietes Landwirtschaft und Umwelt bei der Regierung von Unterfranken wieder in die Diskussion gebracht mit dem Ziel, die vorhandenen Strommasten zu verwenden und so landwirtschaftliche Flächen schonen zu können.

Zehner betonte, dass dies technisch nicht möglich sei. Deshalb solle der Vorschlag zurückgenommen werden. "Wir und Oerlenbach wären stark davon betroffen, wenn neue Leitungen gebaut werden", hob er hervor, und: "Es ist das erste Mal, dass das Fachgebiet Landwirtschaft der Regierung überhaupt beteiligt ist." In der Diskussion zeigte sich, dass die Gemeinderäte mit ihm einer Meinung sind. Zehner will nun mit Nachbargemeinden, in erster Linie mit Oerlenbach, eine Stellungnahme abgeben.

Der seit Jahren bestehende Winterdienstvertrag mit einer Metallbaufirma wird zunächst nicht verlängert. Der Gemeinderat entschied in nichtöffentlicher Sitzung, die Arbeiten auszuschreiben. Die Diskussion fand hinter verschlossenen Türen statt. Dieser Tagesordnungspunkt sollte zunächst öffentlich behandelt werden, wurde aber in die nichtöffentliche Sitzung verschoben. Der Tiefbehälter für die Wasserversorgung wird etwas teurer, als geplant. Die Estrich- und Fliesenarbeiten waren für 64.792 Euro vergeben worden. Die durch das Architekturbüro Baurconsult geprüfte Schlussrechnung lag 3773 Euro über der Angebotssumme. Als Grund für die Mehrkosten wurden der stärkere Estrich im Untergeschoss und längere Laufzeiten für den Absorptionstrockner angegeben. Die Bauverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft schlug vor, die Mehrkosten anzuerkennen. Der Gemeinderat jedoch möchte eine genauere Begründung haben und verwies die Abrechnung zurück an Baurconsult.

Der Gemeinderat genehmigte 5000 Euro für Ausrüstungsgegenstände, die die Jugendfeuerwehr benötigt. Außerdem darf die Feuerwehr Systemtrenner anschaffen, mit denen ein Rücklauf von Wasser aus den Hydranten in die Wasserleitungen verhindert wird.