Marienweiher — Der Nachbarschaftstag der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) für den Landkreis Kulmbach fand in Marienweiher statt. Unter der Leitung des Nachbarschaftslehrers Dieter Bauer vom Wasserwirtschaftsamt Weiden standen der Erfahrungsaustausch, die Diskussion der neuesten Entwicklungen und die gemeinsame Schulung zu speziellen Themen im Vordergrund. "Das Treffen hat der heimische Klärwärter Rainer Haber bestens vorbereitet und organisiert", lobte Obmann Willi Lauterbach.


2407 Schächte in der Gemeinde

Die Länge des Kanalnetzes der Marktgemeinde Marktleugast bezifferte Bürgermeister Franz Uome auf zirka 45 Kilometer mit 2407 Schächten. Bis 2017 steht der Anschluss der bisherigen Kläranlage Neuensorg an die zentrale Anlage mit einem Kostenaufwand von über einer Million Euro an. Uome gestand zudem große Probleme mit dem Anteil an Fremdwasser ein, aber damit sei die Oberlandgemeinde sicher nicht allein.
"Die Abwasserentsorgung kostet Geld, das ist unbestritten. Der Gewässerschutz ist aber für eine intakte Natur sehr wichtig, ja unverzichtbar", betonte Bauer. Er sah die bestmögliche Abwasserreinigung als Beitrag zur Gewässerreinhaltung und wichtigen Bestandteil der Daseinsfürsorge.


Aktiver Umweltschutz

Die rund 2700 kommunalen Kläranlagen in Bayern reinigen pro Jahr über 1,5 Milliarden Kubikmeter Abwasser und sorgen so für den Schutz der Bäche, Flüsse und Seen.
Nach der Besichtigung und Erläuterung der einzelnen Bestandteile der Kläranlage in Marienweiher ging es weiter zum fachlichen und theoretischen Teil des Treffens. Hier ging es speziell um die Auswertung der Leistungsvergleiche, die Eigenüberwachung der betriebenen Anlagen, das Abc der Abwasserabgabe, die Erstellung von Kanalkatastern, Haftungsfragen für kommunale Abwasseranlagen und Weiterbildungshinweise. den Betrieb der Regenüberlaufbecken. kpw