Es war etwas Wehmut dabei, als die scheidende Kiwanis-Präsidentin Anja Gimpel-Henning beim Clubabend ihr Amt satzungsgemäß an ihre Nachfolgerin übergab. Das war auch kein Wunder, denn Gimpel-Henning "hatte in den vergangenen zwei Jahren viel Kraft, Gefühle und Nerven dafür verwendet, den Club zu führen und zusammenzuschweißen", wie es die neue Präsidentin Ute Salzwedel treffend ausdrückte. Das wurde auch beim Rechenschaftsbericht deutlich, mit dem die bisherige Präsidentin im Clublokal "Alla Rustica" die vielen schönen Aktionen des vergangenen Vereinsjahres aufgelistet hatte und den Mitgliedern in Erinnerung rief.
Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Dreikönigslose, dem Erlös beim Handwerkermarkt, einem Benefizkonzert und der Italienischen Nacht sowie vielen Spenden zu allen möglichen Gelegenheiten war es dem Serviceclub wieder möglich, sich gemäß der Kiwanis-Idee "Serving The Children Of The World" aktiv für das Wohl von Kindern - und hier besonders bedürftiger sowie körperlich und geistig behinderter Kinder - einzusetzen, und spontan und unbürokratisch zu helfen. Einige Beispiele: Seit zehn Jahren gibt es die Schulranzen-Aktion für Erstklässler (in Zusammenarbeit mit Renner & Rehm, der Kulmbacher Tafel und Lidl). Gewaltprävention an Schulen, mit der Kinder im Vor- und Grundschulalter spielerisch für das Thema der sexuellen Gewalt sensibilisiert werden, wird seit sechs Jahren unterstützt. Für über zehn sozial benachteiligte Kinder wird ein warmes Schulmittagessen finanziert. Zusätzlich werden Anschaffungen für körperlich behinderte Kinder bereitgestellt, die von anderen Einrichtungen nicht übernommen werden. Gimpel-Henning dankte besonders den vielen Sponsoren, ohne deren großzügige Unterstützung vieles nicht möglich wäre.
"Es waren zwei tolle Jahre mit euch, und es hat sehr viel Spaß gemacht", sagte sie. Die jetzige Pastpräsidentin beendete ihre Präsidentschaft mit demselben Spruch, mit dem sie angetreten war: "Es ist wunderbar, wenn Leute, die verschiedene Ansichten haben, zusammenkommen und sich nicht auf ihre unterschiedlichen Meinungen konzentrieren, sondern auf das, was sie miteinander verbindet - die Kiwanis-Idee."
Ihre Nachfolgerin Ute Salzwedel weiß, dass eine Menge Arbeit auf sie zukommt. "Ich werde das Rad nicht neu erfinden, sondern ich will dafür sorgen, dass wir unsere bisherige Arbeit, Kindern zu helfen, fortsetzen. Ich weiß, dass das klappen wird, weil ihr alle dabei seid und ich mich auf euch verlassen kann."
Das neue Präsidium: Präsidentin Ute Salzwedel, Vizepräsidentin Sigrid Daum, Sekretärin Britta Hansmann, Schatzmeister Gerhard Goller, Revisor Bernt Pingel. Dieter Hübner