Auf die Korbjäger ist auch im Schulsport Verlass! Als souveräner Landessieger in der Wettkampfklasse II (97:65-Erfolg gegen das Theodor-Heuss-Gymnasium,Nördlingen) sicherte sich das Jungen-Team des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums die begehrten Tickets zum Berliner Bundesfinale. Viel hatte nicht gefehlt und "Freak City" wäre in doppelter Besetzung in die Hauptstadt Anfang Mai gefahren, denn die Mädchen-Mannschaft (WK III) des Dientzenhofer-Gymnasiums scheiterte nach aufreibenden 40 Minuten knapp am Rosenheimer Karolinen-Gymnasium (68:79).

"Mit dem Spiel bin ich sehr zufrieden. Wir waren den Gegnern körperlich und auch vom Tempo-Basketball überlegen. Meine Erste Fünf hat schnell für klare Verhältnisse gesorgt", bilanzierte Coach Volkmar Zapf, der letztlich angesichts der klaren Verhältnisse auf dem Würzburger Parkett ganz entspannt coachen konnte. Die komplett erneuerte Mannschaft des letztjährigen Bundessiegers (nur Alex Bollerhoff und Jakob Kessler sind noch dabei) wurde angeführt von den drei NBBL-Spielern Miles Osei, Jannis Sonnefeld und Elias Baggette, wobei Letztgenannter, der schon ProA-Luft schnupperte, mit 37 Punkten seine Körbe des Öfteren nach Belieben erzielte und überhaupt nicht zu stoppen war.

Letztlich fuhren die Bamberger dieses bayerische Endspiel fast schon erwartungsgemäß locker nach Hause, Zapf konnte durchwechseln und das KHG-Team gestaltete das Endergebnis noch "gnädig" für den südbayerischen Gegner.

Aus diesem souveränen Landesfinal-Einzug den Schluss zu ziehen, dass die Titelverteidigung in Berlin ein Selbstläufer werden würde, wäre absolut falsch. Das weiß auch "Meister-Macher" Zapf: "Natürlich sind wir in der Spitze stark, aber uns fehlt heuer die Breite. Die Endrunde ist erst einmal unser realistisches Ziel. Für Elias Baggette als Berliner wird dieses Turnier natürlich etwas ganz Besonderes!"

Auch viel Pech im Spiel

Das Endspiel um die Berliner Final-Tickets war keine Kopie des Landesfinals vor zwei Jahren, als die Schützlinge von Gaby Weckwerth die Rosenheimerinnen mit einer "Packung" nach Hause schickten, denn die Oberbayerinnen präsentierten sich stark verbessert als kompaktes Team. Trotz der verständlichen Anfangsnervosität lag die DG-Mannschaft zunächst zweistellig in Führung (22:12). Wer gedacht hatte, dass sich nun das Finale von 2017 wiederholen würde, wurde schnell eines Besseren belehrt. Rosenheim hielt dagegen, die Aufbauspielerinnen zogen immer wieder erfolgreich zum Korb und die körperlich überlegenen Centerinnen nutzten leichte Rebounds zu sicheren Punkten. So nahm das Unheil seinen Lauf: 24 Punkte der Rosenheimer bis zur Halbzeit sorgten für einen Sechs-Punkte-DG-Rückstand. (30:36). In der zweiten Spielhälfte kamen dann noch viele Unglücksmomente zusammen: Das Kampfgericht wirkte überfordert und schickte die beste Spielerin auf dem Parkett, Nora Hummel, wegen ihres (angeblichen) fünften Fouls auf die Bank. Bertram Wagner