Der Marktgemeinderat hatte in November beschlossen, im Falle einer Förderzusage aus dem Sonderprogramm "Touristische Infrastruktur" des Freistaats Bayern in Kasendorf eine Kneipp-Anlage zu bauen.

Als Ende des Jahres dann die negative Nachricht von der Regierung für Oberfranken kam, dass der Markt nicht für eine Förderung vorgesehen war, war die Enttäuschung groß. Die bereitgestellten Mittel reichten nicht für alle Anträge aus, hieß zur zur Begründung. Kasendorf gehöre zu den sechs Projekten, nicht zum Zuge kommen würden.

Bürgermeister Norbert Groß wollte dies nicht einfach hinnehmen und intervenierte bei MdL Martin Schöffel (CSU). Es sei schon sehr enttäuschend, wenn aus relativ kleinen Förderprogrammen kein Geld nach Kasendorf fließe. Man habe sich intensiv mit dem Förderprogramm befasst und alle Kriterien fristgerecht erfüllt. Schöffel sicherte zu, dass er dies aufnehmen und nochmals im Ministerium und bei der Regierung nachfragen werde.

Gute Nachricht

Ende April 2021 traf die Nachricht im Rathaus ein, dass alle damals beantragten und nicht berücksichtigten Maßnahmen nun 2021 gefördert werden, Kasendorf erhalte die beantragten Mittel von 18 000 Euro.

Gebaut werden drei Becken, eines für Erwachsene, eines für Kinder und ein Armbecken. "Mit dieser Zusage können wir nun den Beschluss aus dem letzten Jahr so wie geplant umsetzen. Unser Bauhof wird zeitnah mit dem Bau der Kneippanlage beginnen. Ich hoffe, dass wir noch im Sommer die Becken füllen und mit dem Kneippen beginnen können", freut sich Norbert Groß, der Martin Schöffel für seinen Einsatz dankt.

Der Bürgermeister weist darauf hin, dass das Biotop in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und die Becken direkt vom Mühlbach aus mit Wasser gespeist werden. Von dort fließe das Wasser wieder in den Friesenbach zurück. red