Bei bestem Wetter machte sich eine Gruppe Naturbegeisterter unter Führung von Johannes Bail auf zum Walberla, um die Vielfalt heimischer Blütenpflanzen zu erkunden. So erfuhren die Teilnehmer, dass der Blütenbau direkt mit der Bestäubungsstrategie zusammenhängt, die gewährleisten soll, dass der Pollen zwischen den Pflanzen einer Art sicher ausgetauscht werden kann.
Ob offene Versionen, Blüten mit Röhren oder mit raffinierten Klapp-Mechanismen oder Sorten, die begattungsfähige Insektenweibchen vortäuschen, die Natur hat sich einiges einfallen lassen.
Auch waren einige botanische Raritäten zu finden, wie die Ästige Graslilie oder so manche Orchidee. Von letzteren waren es fünf Arten, die angesprochen werden konnten. Die Breitblättrige Stendelwurz war zwar noch nicht zur Blüte gelangt, aber schon kräftig ausgebildet. Zu diesem Zeitpunkt bereits verblüht, aber noch mit ihren Fruchtständen auffindbar, waren die Riemenzunge und das Brandknabenkraut.


Abschluss im Biergarten

In voller Blüte und häufig anzutreffen war dagegen der Mücken-Händelwurz. Einen besonderen Abschluss bildeten zahlreiche Exemplare des Bienen-Ragwurzes, zu denen der Orchideenexperte Adolf Riechelmann die Gruppe noch führte. Nach zweieinhalbstündiger Wanderung mit allerlei Wissens- und Sehenswertem fand die Exkursion einen gemütlichen Ausklang im Biergarten in Schlaifhausen. red