Die lange Liste enthielt beispielsweise den auf 160 000 Euro veranschlagten Anbau einer Garage am Feuerwehrhaus in Gaiganz; 10 000 Euro werden 2019 dafür eingestellt, 150 000 Euro im Jahre 2020, wenn die Maßnahme dann tatsächlich umgesetzt werden wird. Oder die im Zusammenhang mit dem Bau des Netto-Marktes geplante Beleuchtung des Radweges zwischen Effeltrich und Poxdorf, die etwa 37 000 Euro kosten wird, eine Summe, die sich im Haushalt für 2019 wiederfindet.
Einige Maßnahmen wurden auf Wunsch der Räte gestrichen, zum Beispiel der Umbau des Innenhofs im Kindergarten zu einer Art Kinder-Mensa. Für andere soll mehr Geld eingestellt werden, etwa für Buswartehäuschen im Dorf.
Kontroverse Punkte wurden detailliert diskutiert, so der von Susanne Lasch-Siebold (DEL) vorgetragene Wunsch, für die Jugendarbeit nicht erst im Jahre 2022 wieder 5000 Euro einzustellen. Man einigte sich darauf, 2020 und 2021 jeweils wieder die gleiche Summe einzustellen, das Geld aber anzusparen, um damit dann ein wirkliches Projekt finanzieren zu können. Die abgeänderte Liste fand schließlich die Zustimmung aller Räte, so dass die Kämmerin die Zahlen in den Haushalts- bzw. Finanzplan einarbeiten kann.
Feier lieber im Heimatort
Der Gesangverein Gaiganz wird am 30. Mai sein 125-jähriges Bestehen feiern. Er will auf dem Dorfplatz in Gaiganz ein Festzelt aufstellen, da es vor Ort keine Veranstaltungshalle gibt. Die Festzeltmiete wird knapp 800 Euro betragen, und der Verein hat um einen Zuschuss gebeten. Der Vorschlag einiger Effeltricher Räte, die Gaiganzer könnten doch für nur 100 Euro die Mehrzweckhalle in Effeltrich mieten, wurde von Gemeinderätin Gisela Geyer (FW) zurückgewiesen. Sie warb erfolgreich um Verständnis dafür, dass die Gaiganzer ihr Jubiläum nicht im Nachbarort feiern wollen.
Ein Zuschuss von 500 Euro wurde erwogen, dagegen dann aber der Einwand erhoben, dass man alle Vereine gleich behandeln müsse. Deshalb seien genaue Regeln aufzustellen, zu welchen Ereignissen und zu welchem Zweck Zuschüsse in welcher Höhe vergeben werden sollten.
Geschäftsleiter Mario Kühlwein wurde beauftragt, Vergaberichtlinien in einer Satzung festzuschreiben und sie in einer der nächsten Sitzungen dem Gemeinderat vorzulegen. Alle Räte waren sich darin einig, die Frage des Zuschusses erst einmal zu vertagen.