Sigismund von Dobschütz

Mit sechs Bauanträgen und einer Bauvoranfrage startete der Bad Bockleter Gemeinderat in seine jüngste Sitzung. Wie in den meisten früheren Fällen fanden auch diesmal alle die ungeteilte Zustimmung der Ratsmitglieder.

Gleich zwei fast identische Anträge stammten von einer Bauherrin aus Oberthulba, die im Staatsbad ein Doppelhaus errichten will. Um vielleicht später das Grundstück teilen zu können, war für jede Hälfte ein eigener Bauantrag eingereicht worden. Bei beiden waren Befreiungen der im gültigen Bebauungsplan vorgegebenen Kniestockhöhe notwendig, um jeweils zwei Vollgeschosse errichten zu können, sowie die Genehmigung für ein Flachdach auf dem Carport statt des vorgeschriebenen Satteldaches.

Befreiungen erteilt

Da eine Haushälfte wegen ihres zurückgesetzten Carports die hintere Baugrenze um 1,80 Meter überschreiten muss, war auch hierfür eine Befreiung erforderlich, die das Ratsgremium gern bewilligte.

Bei einem Antrag aus Großenbrach ging es um den Abbruch einer Garage mit Carport. An deren Stelle soll das Wohnhaus erweitert und ein neuer Carport angesetzt werden. Auch hier stimmten alle Gemeinderäte ohne weitere Diskussion zu, ebenso wie dem Antrag eines Ehepaars aus Salz zur Befreiung von der Baugrenze bei der geplanten Errichtung eines Wohnhauses im Steinacher Neubaugebiet Am Salzforst.

Ohne Diskussion wurde schließlich auch die Bauvoranfrage eines Ehepaares aus Aschach durchgewunken, das lediglich einige Veränderungen an seinem Haus vornehmen möchte.

Etwas erklärungsbedürftig war nur der Antrag eines Ehepaars aus Steinach zum Bau eines Wohnhauses in Nickersfelden. Da der dort gültige Bebauungsplan im Gegensatz zu den Plänen der anderen Ortsteile zwischenzeitig noch nicht den veränderten Ansprüchen heutiger Bauwilliger angepasst wurde, waren gleich mehrere Befreiungen von den inzwischen veralteten, strengeren Vorgaben zu erteilen.

Doch auch hier hatte der Gemeinderat ein Einsehen und stimmte allem zu. "Diesen Bebauungsplan müssen wir also noch ändern", nahm Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) als Ergebnis der Ratssitzung mit.