"Es ist für uns absolut nicht hinnehmbar, dass die Städte entlang der bisherigen ICE-Strecke über Lichtenfels, Kronach, Saalfeld, Jena, Naumburg bis Leipzig von 2017 bis 2023 vom schnellen Schienenfernverkehr abgehängt werden sollen. Hier gilt es, gemeinsam über Parteigrenzen hinweg für unsere Bürger zu kämpfen. Ich freue mich, dass die zuständigen Bundestagsabgeordneten bereit sind, eine überparteiliche ,Allianz für die Heimat' zu schließen. Zusammen werden wir uns für eine Einführung einer lückenlosen IC-Anbindung ab 2017 einsetzen", so Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (Wahlkreis Lichtenfels, Kulmbach, Bamberg-Land) auf deren Initiative hin die gemeinsame Allianz ins Leben gerufen wurde.
Bei einem ersten Gründungstreffen in Berlin einigten sich die acht Bundestagsabgeordneten aus Oberfranken, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf ein Eintreten für ein gemeinsames Hauptziel: Sie fordern mit Nachdruck eine lückenlose Anbindung der Regionen an den schnellen Schienenfernverkehr nach Wegfall der ICE-Linie über Lichtenfels, Kronach, Ludwigstadt, Saalfeld, Jena, Naumburg, Leipzig nach Neueröffnung der ICE-Neubaustrecke Nürnberg Erfurt ab 2017.
Entstanden ist die Idee bei den fränkischen Abgeordneten, nachdem die DB-Fernverkehr trotz aller Bemühungen regionaler Politiker und Kammern eine Etablierung der gewünschten IC-Linie im Zweistundentakt erst für 2023 angekündigt hat. "Dies können wir nicht hinnehmen, weil es unsere Region völlig vom direkten und regelmäßigen Zugverkehr abschneidet", so Zeulner. "In Gesprächen in Berlin wurde immer deutlicher, dass dies gerade kein regional beschränktes Problem ist."


Abgeordnete aller Coleur

Als die Idee geboren war, wendete sich Zeulner an die zuständigen Bundestagsabgeordneten aller Couleur in den Bundesländern Bayern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, die auch von den "Einsparungen" der Deutschen Bahn betroffen sind. Vor allem die lange Zeitspanne von sechs Jahren (2017-2023), in der die Regionen vom schnellen Schienenfernverkehr abgeschnitten wären, ist für die Politiker nicht hinnehmbar. "Das brächte untragbare Folgen für die gesamten Regionen, die nicht zuletzt die Last der langen Bauzeit der Neu- und Ausbaustrecke tragen müssen", betont Zeulner. red