Das bereits beschlossene Bauvorhaben der Wohnungsbaugesellschaft Gewoland erfordert, wie bereits berichtet, eine Änderung des Bebauungsplanes „Gerbersleithe Ost“ mit integriertem Grünordnungsplan. Nach den Worten von Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein ( CSU ) verfolgt der Markt Weisendorf das Ziel, den Wohnungsmarkt im Marktgemeindegebiet gerechter zu gestalten und den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Die Marktgemeinde ist Mitglied der gemeinsamen Wohnungsbaugesellschaft Gewoland, die im Auftrag ihrer Mitgliedsgemeinden bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum für eine breite Zielgruppe entwickelt.

Bauen am letzten Abschnitt

Durch die Aufstellung des Bebauungsplans „Gerbersleithe Ost“ im Jahr 2000 wurden bereits die baurechtlichen Grundlagen für die Errichtung von Wohnraum im Plangebiet geschaffen. Derzeit erfolgt die Bebauung des letzten Bauabschnittes. Eine Teilfläche im Norden, neben dem Regenrückhaltebecken, wird der Errichtung von sozial gefördertem Wohnungsbau vorbehalten. Im August 2021 wurde dazu der Aufstellungsbeschluss für die vorhabenbezogene fünfte Änderung des Bebauungsplans ,,Gerbersleithe Ost“ vom Marktgemeinderat gefasst. Anschließend erfolgte die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (Auslegung) vom 10. bis 9. September, dann die frühzeitige Beteiligung der Nachbargemeinden, Behörden und Träger öffentlicher Belange.

In zwei Sitzungen (September 2021) und im Juni 2022 wurde über die eingegangenen Stellungnahmen beraten und abgewogen. Am Ende billigte und beschloss das Gremium den Entwurf des Bebauungsplans mit der Begründung in der Fassung vom 20. Juni sowie den Entwurf den Vorhaben- und Erschließungsplan in der Fassung vom 9. Mai.

Danach erfolgte die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Nachbargemeinden der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange. In der jüngsten Sitzung behandelten die Räte die eingegangenen Stellungnahmen und wogen sie ab. Bürgermeister Hertlein teilte mit, dass aus der Öffentlichkeit keine Stellungnahmen eingegangen waren. Die Nachbargemeinden gaben entweder keine Stellungnahmen oder Einwendungen ab oder stimmten der Planung zu.

Freileitung berücksichtigt

Hinweise und Anregungen kamen von der Bayernwerk Netz GmbH zur 110-kV-Freileitung Kastenweiher-Eltmann, die einen Teil des Baugebietes überspannt. „Die Freileitung wurde von Beginn an berücksichtigt und die Baubeschränkungszone ist im Bebauungsplan enthalten“, erklärte der Bürgermeister. Die Flächen innerhalb des vom Bayernwerk vorgeschlagenen Umgriffs sind Eigentum des Marktes Weisendorf und werden entsprechend ihrer Nutzung als öffentliche Verkehrs- und Grünflächen auch nicht veräußert. Sollte die Errichtung einer Trafostation zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich sein, ist dies am gewünschten Standort nicht ausgeschlossen.

Die sonstigen Hinweis wurden zur Kenntnis genommen, erforderten jedoch keine Änderung der Planung. Eigentlich sollte am Ende auch der Satzungsbeschluss gebilligt werden. Weil der Durchführungsvertrag noch nicht notariell beurkundet ist, wird dies allerdings in der nächsten Sitzung erfolgen.