Ein Ort, der ein neues Markenzeichen für Erlangen werden soll. Ein „kultureller Motor“, der zu einer Belebung der Altstadt beiträgt und die Sichtbarkeit des Stadtmuseums in Erlangen , aber auch über die Stadtgrenzen hinaus, erhöht. Dafür soll das zukünftige Museumskarree Erlangen stehen. Eine im vergangenen Jahr durch das Stadtmuseum in Auftrag gegebene Analyse der vorhandenen Gebäude und Räumlichkeiten im Museumskarree im Hinblick auf bauliche Problemstellungen – aus musealer Sicht – ist inzwischen fertiggestellt, teilt die Erlanger Stadtverwaltung mit.

„Die vorliegende Ist-Analyse der augenblicklichen baulichen Situation und die Definition des zukünftigen Bedarfs dienen als Grundlage für die weitere Museumsplanung“, erklärt Oberbürgermeister Florian Janik ( SPD ). Sie liefere wichtige Erkenntnisse zu bestehenden räumlichen Möglichkeiten, aber auch zu vorhandenen Herausforderungen (Raumgrößen und -zuschnitte, Verbindungen zwischen den einzelnen Gebäudeteilen, Erschließungsmöglichkeiten, Eingangssituation etc.).

„Eines der wesentlichen Ergebnisse der Analyse ist, dass für das erst 2016 erworbene und bis jetzt in Teilen noch vermietete Anwesen Martin-Luther-Platz 10 zumindest eine statische Untersuchung erfolgen muss. Diese soll Erkenntnisse über die Nutzungsmöglichkeiten des denkmalgeschützten Gebäudes liefern, welche für die Erarbeitung des Masterplans für das künftige Stadtmuseum unabdingbar sind“, ergänzt Anke Steinert-Neuwirth, Referentin für Bildung, Kultur und Jugend. Die Ergebnisse einer entsprechenden Untersuchung sowie die der vorliegenden Ist-Analyse sind Grundlage des nächsten Pla-nungsschrittes, der Erstellung eines museumskundlichen Masterplans, den das Stadtmuseum gemeinsam mit externen Fachleuten erarbeiten wird. Die Vergabe des Masterplans soll im Herbst 2021 erfolgen, damit die Arbeiten spätestens zum Jahresende aufgenommen werden können. Seine Fertigstellung ist Mitte nächsten Jahres geplant. Unabhängig davon ist die Aufnahme der Planungsarbeiten für das Museumskarree durch das städtische Gebäudemanagement derzeit frühestens für Mitte 2023 – nach Fertigstellung des Kultur- und Bil-dungscampus Frankenhof – vorgesehen. red