Auf Initiative von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wurde kürzlich das erste „Landfrauen-Forum“ mit Bäuerinnen und Landfrauen aus ganz Mittelfranken abgehalten. Organisiert wurde die Veranstaltung, die aufgrund der derzeitigen Pandemielage als Videokonferenz abgehalten wurde, von den drei mittelfränkischen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF), der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) und dem Bereich „Ernährung und Landwirtschaft “ der Regierung von Mittelfranken.

Belastung mitunter sehr hoch

Im Zentrum der Veranstaltung stand, wie die Regierung von Mittelfranken dazu mitteilt, die von Staatsministerin Kaniber im Jahr 2019 in Auftrag gegebene Bäuerinnenstudie, deren 2021 veröffentlichten Ergebnisse von den Teilnehmerinnen des Forums bestätigt wurden: Die Arbeit der Frauen auf den Betrieben macht einen wesentlichen Bestandteil des Betriebserfolges aus, sie ist sehr vielfältig und die Belastung mitunter sehr hoch.

Dazu engagieren sich viele der Landfrauen ehrenamtlich und übernehmen dabei oft auch eine leitende Position. Die tatsächliche „Freizeit“ bleibt daher auf nur wenige Stunden in der Woche beschränkt.

In drei Arbeitsgruppen befassten sich die Teilnehmerinnen intensiv mit den Themen Arbeitszeit , Absicherung im Alter und Außenwahrnehmung der Landwirtschaft . Laut den Teilnehmerinnen führt oft fehlendes Wissen über die moderne Landwirtschaft zu aufgeladenen Diskussionen. Ein funktionierender Dialog zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern sei deshalb wesentlich für die Wertschätzung und Anerkennung der Tätigkeit von Landwirtinnen und Bäuerinnen.

Hintergründe zu Lebensmitteln

Eine Teilnehmerin wies darauf hin, dass Vesperboxen mit regional produzierten Lebensmitteln in den Kindergärten und Schulen gut über die örtliche Erzeugung von Lebensmitteln informierten. Diese Boxen könnten im Unterricht immer wieder thematisch aufgegriffen werden, um Hintergründe zu heimischen Lebensmitteln und deren Herstellung altersgerecht zu erläutern.

„Frauen nehmen im ländlichen Raum eine wichtige Rolle ein. Neben ihrer Verantwortung für Familie und Haushalt setzen sie als erfolgreiche Unternehmerinnen Akzente bei der Produktion und Vermarktung regionaler und nachhaltiger Produkte. Darüber hinaus sind Frauen mit ihrem sozialen Engagement eine wichtige Stütze für das gesellschaftliche Leben in ihren Gemeinden“, resümierte Regierungsvizepräsidentin Kerstin Engelhardt-Blum und ergänzte: „Nicht nur im ländlichen Raum gilt es deshalb, die für uns alle bedeutende Arbeit unserer Landfrauen und Bäuerinnen mehr herauszustellen und zu fördern.“

Zentrale Veranstaltung folgt

Derzeit werden in allen sieben Regierungsbezirken Landfrauen-Foren organisiert und durchgeführt. Die Ergebnisse aus den Foren werden zusammengetragen und am Ende in einer zentralen Veranstaltung des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten präsentiert. red