Hochaktuell war die Debatte um die Beschaffung von Luftreinigern für die Klassenzimmer der Weisendorfer Grundschule in der Sitzung des Marktgemeinderates gleich in mehrfacher Hinsicht: Zunächst einmal, weil das Thema zur Zeit überregional in aller Munde ist, weil der Präsenzunterricht für die Kinder wichtig ist und schließlich, weil die Sicherheit und Gesundheit der Kinder ganz oben stehen soll. So reagierte Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein ( CSU ) auf die erst kürzlich vorgestellten Richtlinien für das Förderprogramm zur Beschaffung von Luftfiltergeräten für Schulen.

Im Dezember 2020 hatte der Marktgemeinderat die Beschaffung von acht Geräten für sechs Fach- und zwei weitere Räume beschlossen, die von den Partnerklassen genutzt werden. Davon wurden bislang sechs Geräte beschafft, und zwar zum Preis von knapp 3200 Euro pro Gerät.

Der Bürgermeister wies jetzt darauf hin, dass nach den neuen Richtlinien Geräte gefördert werden, die einen fünf- bis sechsfachernLuftdurchsatz des Raumvolumens pro Stunde gewährleisten. Laut Schulleiterin Petra Pausch werden zu diesen sechs Geräten weitere 26 mobile Luftreinigungsgeräte benötigt. Dabei sei aufgrund der hohen Nachfrage nach Luftreinigungsgeräten mit einer deutlichen Preissteigerung zu rechnen, so der Bürgermeister .

Förderung liegt bei 50 Prozent

In der Diskussion betonten alle Fraktionen nachdrücklich, dass die Gesundheit und Sicherheit der Kinder wichtiger seien als die Kosten der Investition . Wenn so eine Schulschließung verhindert werden kann, habe sich die Beschaffung in jedem Fall gelohnt. „Wir müssen alles daran setzen, dass ein Präsenzunterricht stattfinden kann, da sind wir als Gemeinde in der Pflicht“, plädierte Christiane Kolbet (Grüne) für die Beschaffung der 26 Geräte. Auch Hans Kreiner ( CSU ) plädierte dafür, denn Sicherheit gehe vor.

„Wenn die Inzidenz weiter steigt, dann werden die Schulen wieder geschlossen, das muss uns klar sein“, machte der Bürgermeister deutlich, unterstützte aber die Forderung der Schulleitung und sprach sich dagegen aus, die Geräte von einem Raum in den anderen zu schieben.

Der Fördersatz beträgt 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, maximal 1 750 Euro pro förderfähigen Raum. Schließlich beschloss das Gremium die Beschaffung von weiteren 26 mobilen Luftreinigungsgeräten für die Grundschule , und auch die Kinderbetreuungseinrichtungen sollen ausreichend ausgestattet werden. Für die Beschaffung sind die Träger zuständig, sie werden dabei von der Gemeinde unterstützt.