Vier Zugaben machten deutlich, dass nicht nur die Gäste, sondern auch die Akteure auf der Bühne, die „Four Souls“, mächtig Spaß hatten. Beim Benefizkonzert zugunsten der Laufer Mühle legten sich die vier Musiker um Sonja Tonn und Wulli Wullschläger mächtig ins Zeug und sangen gegen die monatelange Bühnenabstinenz an. Und den 150 Gästen, die in die Aischtalhalle nach Höchstadt gekommen waren, war anzusehen, wie sehr sie die Live-Atmosphäre genossen.

Zu Beginn hatte Michael Thiem, Gesamtleiter des Aischgründer Therapiezentrums, auf die massiven Schäden, die das Jahrhunderthochwasser in der Laufer Mühle angerichtet hatte, hingewiesen, die im mittleren sechsstelligen Bereich liegen. Mit dem Konzert wollte sich nun die Sozialeinrichtung bei all den Menschen bedanken, die tatkräftig mitgeholfen oder gespendet hatten.

Mit den „Four Souls“ trafen die Veranstalter den Geschmack des fachkundigen Publikums, das die Ära der Beatles , Eagles, Stings und Claptons noch hautnah miterlebt hat. Dementsprechend reagierten die Gäste mit Stimme und Körper bei den einzelnen Liedern. Gekonnt zogen die vier Bühnenakteure das Publikum immer stärker in das Konzert mit ein, so dass ein regelrechter Musikdialog entstand. Am intensivsten war das bei Liedern wie „Hotel California“ oder „Halleluja“.

Die Schwierigkeit, eine große Turnhalle mit weiten, coronabedingten Abständen im Publikumsraum ton- und lichttechnisch gut auszurichten, meisterte die Crew der Musikformation gekonnt. Dass Hörgenuss sich dann am besten entwickelt, wenn professionelles Equipment und starke Künstlerpersönlichkeiten auf ein offenes und kundiges Publikum treffen, zeigte sich bei diesem Benefizkonzert . Und mit diesen musikalischen Seeleneindrücken, machten sich nicht nur die „Four Souls“ , sondern auch die Gäste auf dem Heimweg. red