Ein gewaltiges Brückenbauwerk am Simon-Rabl-Weg in Heßdorf steht kurz vor seiner Vollendung. Der Baustellenverkehr, der zur Errichtung der Brücke erforderlich war, hat nun eine finanzielle Auswirkung auf die klamme Gemeindekasse von Heßdorf .
Bürgermeister Axel Gotthardt informierte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats über den Stand der Gespräche mit den Vertretern der Arbeitsgemeinschaft (Arge) A 3. Dabei habe man sich auf einen Kompromiss einigt.
Die östlich und westlich gelegenen Plattenbrücken wurden durch den intensiven Baustellenverkehr in ihrer Substanz beeinträchtigt. Eigentlich waren sie bereits schon vor dem Baubeginn des Autobahnausbaus nur als ausreichend bewertet worden. Man habe aber eine Sanierung zurückgestellt, hieß es in der Sitzung des Rates. Nun sind die Bauarbeiten fast beendet und eine erforderliche Sanierung muss durchgeführt werden. Dabei werden die Brücken nicht neu gebaut , sondern es wurden Beton-Durchlässe als wirtschaftlichste Variante ermittelt. Der Durchmesser soll jeweils 1,80 Meter betragen, darauf bestehe auch das Wasserwirtschaftsamt, sagte Gotthardt.
Die Arge habe sich bereit erklärt, die Kosten für den Maschinen- und Personaleinsatz zu übernehmen. Die Materialkosten in Höhe von rund 66.000 Euro stellen die andere Hälfte der Gesamtkosten dar, diese soll die Gemeinde übernehmen.
In dem Zusammenhang stellte Gemeinderätin Alexandra Batz die Frage, wann die Unterführung fertig werde und wann die anderen Straßen, die durch den Bau beschädigt wurden, repariert werden.
Gotthardt hofft, dass in vier Wochen die Straße unter der Brücke fertig ist. Wegen der weiteren Schäden und den damit verbunden Kosten braucht es noch Abstimmungsgespräche mit den anderen betroffenen Gemeinden. Dann soll ein konkretes Gespräch mit den Verantwortlichen folgen, hoffentlich im Ergebnis ohne weitere Kosten für die Kommunen.