Zwischen hohen Maispflanzen und klaren Botschaften: Ein neues Labyrinth bei Hollfeld kombiniert Unterhaltung mit Aufklärung - und verfolgt dabei ein klares Ziel.
Ein Maislabyrinth entlang der B22 zwischen Hollfeld und Bayreuth soll in diesem Sommer nicht nur für Spaß sorgen, sondern auch zum Perspektivwechsel einladen. Initiator Christian Hannig verfolgt dabei ein klares Anliegen: "Ich möchte den Besuchern veranschaulichen, dass Landwirtschaft nicht im Supermarkt passiert, sondern bei uns daheim auf den Feldern."
Der Landwirt beobachtet eine zunehmende Distanz zwischen Verbrauchern und Erzeugern, wie er gegenüber inFranken.de angibt. "Die Akzeptanz der Menschen für die Landwirtschaft ist seit der Corona-Krise deutlich gesunken", sagt Hannig. Dort soll sein Projekt ansetzen: Landwirtschaft sichtbar machen - direkt im Feld.
Maislabyrinth Pilgerndorf: Landwirt kündigt Rätsel-Preise an
Der Rundgang durch das Labyrinth in Form des Hollfeld-Schriftzugs ist zweigeteilt. Eine Hälfte wird vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg gestaltet, die andere von der Stadt Hollfeld. Die Tafeln informieren "über die allgemeine Lage der Landwirtschaft in der Region und über den Mais", so Hannig. Diese Kombination aus Erlebnis und Information solle das leisten, was dem Landwirt wichtig ist: "So lässt sich die Landwirtschaft gut darstellen, ist näher am Verbraucher und vor allem auch für Kinder interessant." Auch in Münchberg wird es ein Maislabyrinth geben, hier mit Fokus auf Rätselspaß und Ponyreiten.
Hannig engagiert sich schon länger in der Verständigung zwischen Bürgern und Landwirten. Auf der Suche nach einer neuen Idee stieß er auf andere Maislabyrinthe, die ihn inspirierten. Um neben dem Lernen auch den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, ist ein Rätsel geplant. "Es wird zehn Fragen geben. Unter allen richtig ausgefüllten Rätselbögen verlosen wir zum Ende der Saison Preise", kündigt der Initiator an. Zudem wird Hannig gegenüber dem Eingang - auf der oberen Logo-Seite - noch eine Aussichtsplattform mit Foto-Point errichten.
Die Eröffnung des Maislabyrinths ist für den 26. Juli geplant - vorausgesetzt, der Mais spielt mit. "Er muss dafür mindestens 1,80 Meter hoch sein", erklärt Hannig. Ob das passgenau gelingt, bleibt abzuwarten. "Ich hoffe, dass das klappt, denn ich will Schulklassen in der letzten Woche vor den Ferien noch den Besuch ermöglichen." Auch darüber hinaus sollen Gruppen flexibel kommen können - Schulklassen und Gruppen sind "auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten" willkommen.
Eintritt und Öffnungszeiten
Geöffnet ist das Labyrinth regulär von Freitag bis Sonntag, jeweils von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet:
- Kinder (6 bis 17 Jahre): 4 Euro
- Erwachsene: 5 Euro
- Familienkarte (zwei Erwachsene, zwei Kinder): 15 Euro
- Gruppen ab 10 Personen: 1 Euro Rabatt pro Person