Neue A73-Raststätte in Oberfranken: Was die Anlage so besonders machen wird

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Rastanlage "Coburger Land": Neubau an der A73 soll Versorgungslücke schließen
Eine Visualisierung der geplanten Raststätte "Coburger Land" an der A73.
Geplante Raststätte "Coburger Land" an der A73.
Mayr Ingenieure, Brugger Landschaftsarchitekten

An der A73 bei Coburg entsteht eine neue Rastanlage. Warum das Projekt wichtig ist – und was geplant wird.

Nördlich von Coburg im Gemeindegebiet von Meeder entsteht eine neue Tank- und Rastanlage mit dem Namen "Coburger Land", wie aus einer Pressemitteilung der Autobahn GmbH hervorgeht. Das Projekt umfasst demnach zwei Bereiche: eine Tank- und Rastanlage auf der Ostseite der A73 in Fahrtrichtung Suhl sowie einen Parkplatz mit WC-Anlage auf der Westseite in Richtung Nürnberg.

Eine Besonderheit: Beide Anlagen sollen durch eine Brücke miteinander verbunden werden. Dadurch könnten Verkehrsteilnehmer die Seiten wechseln und die Tank- und Rastanlage auch aus Fahrtrichtung Nürnberg erreichen. Unweit vom Entstehungsort der Raststätte entfernt stoppte die Polizei zuletzt einen über die A73 fahrenden Freefall-Tower.

A73-Raststätte "Coburger Land": Zahlreiche Stellplätze und moderne Ausstattung

Hintergrund für den Neubau ist laut der Autobahn GmbH eine bislang bestehende Lücke entlang der A73. Auf dem mehr als 140 Kilometer langen Abschnitt zwischen der bayerisch-thüringischen Landesgrenze und der Tank- und Rastanlage "Feucht" an der A9 gebe es aktuell keine vergleichbare Anlage. Die neue Rastanlage solle diese Versorgungslücke künftig schließen und die Infrastruktur entlang der Strecke deutlich verbessern. Das Projekt war jahrelang hochumstritten in der Region, vor allem Naturschützer und lokale Gruppierungen fürchten negative Folgen für die Umwelt. Im Zuge der Neukonzeption entstehen umfangreiche Parkmöglichkeiten und zusätzliche Infrastruktur, heißt es in der Mitteilung.

Tank- und Rastanlage (Ostseite):

  • 87 Pkw-Stellplätze
  • 48 Lkw-Stellplätze
  • 176 Meter Stellfläche für Busse und Fahrzeuge mit Anhängern
  • Zwei Bereiche für Groß- und Schwertransporte mit insgesamt 250 Metern Länge

Westseite:

  • 30 Pkw-Stellplätze
  • 16 Lkw-Stellplätze
  • 100 Meter Stellfläche für Busse und Fahrzeuge mit Anhängern
  • Zwei Groß- und Schwertransportbereiche mit 230 Metern Länge

Auf beiden Seiten seien zudem spezielle Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Menschen sowie Frauenparkplätze vorgesehen. Ein besonderes Element des Projekts sollen dabei Sport- und Fitnessgeräte auf beiden Anlagen darstellen, die den Reisenden aktive Pausen ermöglichen und damit einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf langen Strecken leisten können. Um ungehindert durch Franken zu kommen, hilft auch der Staumelder.

Zeitplan, Nutzung und Kosten

Für das Bauvorhaben können laut der Autobahn GmbH bereits bundeseigene Flächen genutzt werden. Dadurch seien keine zusätzlichen dauerhaft zu beanspruchenden Privatflächen erforderlich. Zusätzlich sei die kommunale Kläranlage der Gemeinde Meeder gemeinsam mit der Autobahn GmbH modernisiert und erweitert worden, um die zukünftige Belastung durch die Rastanlage bewältigen zu können.

Die geplante Anlage habe eine Baulänge von rund 600 Metern. Die Kosten beliefen sich auf etwa 30,1 Millionen Euro. Der Zeitplan sehe mehrere Bauphasen vor.

  • Seit April 2026: Vorarbeiten wie Erdbau, Leitungen und Regenrückhaltebecken
  • Ab 2027: Bau der Verkehrsflächen, Brücken sowie der Rastgebäude
  • Bis 2029: Fertigstellung der Gebäude, Ausstattung und landschaftliche Maßnahmen

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