Die Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend eröffnete Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) mit einem zukunftsweisenden Thema, denn Stadtplaner Michael Krug aus Eckersdorf legte die 6. Änderung des Bebauungsplanes "Weißmaintal Himmelkron-Lanzendorf" für die Realisierung eines vollstationären Pflegeheims und betreutes Wohnen vor.

Weniger erfreulich war dann nach über zwei Stunden das Ende der Sitzung, als BZH-Gemeinderat Frank Günther einen umfangreichen Katalog von Fragen über nahezu 20 Minuten vorlas, der mit einem Antrag zur Erweiterung des Gewerbegebietes an der A 9 endete.

Schneider versuchte, die eine oder andere Anfrage gleich zu beantworten und auch zu entkräften, doch beim Antrag zum Gewerbegebiet bat er darum, diesen schriftlich im Rathaus einzureichen. Bei den Gemeinderatsfraktionen von CSU-FWG, Freie Wähler und SPD sorgte der Schlussakkord von Günther für Kopfschütteln.

Zurück zum geplanten Pflegeheim, das für die ältere Generation in Himmelkron nach den Worten des Bürgermeisters ein wichtiges Thema ist: "Das ist auch für uns als Gemeinde eine ganz wichtige Angelegenheit, dass es jetzt zur Auslegung des geänderten Bebauungsplanes kommt. Wir haben viele Jahre um einen Investor und Betreiber gekämpft und jetzt sollen 85 vollstationäre Pflegeplätze und 13 Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen."

Die Erschließung des rund 8000 Quadratmeter großen Baugrundstücks soll abzweigend von der St-Gallus-Straße über die Munzertstraße erfolgen und mit einer Einbahnregelung über die Max-Reger-Straße und den Lucas-Cranach-Weg soll die Verkehrsdichte entzerrt werden. Der Haupteingang erfolgt zum Pflegeheim und dem betreuten Wohnen im Süden mit getrennten Zugängen.

Auftragsvergaben

Für die Umverlegung einer Kanalleitung beim Anwesen Gleisenhof 1 erhielt die Firma Luding, Regnitzlosau, den Auftrag mit Kosten von 11 370 Euro. Mit dieser Maßnahme wird es in den Sommerferien auch zu einer ein- bis zweiwöchigen Vollsperrung in diesem Bereich kommen.

Die Anbindung des Gehweges Bernecker Straße an den Geh- und Radweg B 303 wird der Gemeinde noch Kosten von knapp 8000 Euro verursachen. Manuel Gumtow (FW) sprach hier von einem Schildbürgerstreich, denn die Anbindung hätte man seiner Meinung nach bereits bei den Arbeiten an der B 303 kostengünstiger haben können.

Zur Kenntnis nahm das Gremium die Installation einer Bring- und Holzone für den Kinderhort und die Grundschule Himmelkron-Lanzendorf in der Ortsstraße Am Bahnhof. Hier dankte Bürgermeister Gerhard Schneider den Verantwortlichen der Feuerwehr Lanzendorf, die ihr Plazet dafür gaben, die vorhandenen Pkw-Stellplatze am Feuerwehrgerätehaus als Bring- und Holzone zu nutzen.

Einen breiten Raum nahm die Einstellung einer Küchenkraft für die Kita "Mäuseparadies" ein. Hier wird es im September 2021 zu einer Änderung in der Essenslieferung kommen und die setzt eine Küchenkraft mit 15 Wochenstunden voraus. Wie Kita-Leiterin Gerlinde Becke bekanntgab, wird man auf eine Verpflegung aus dem Hause Hipp umsteigen.

Die Befestigung eines 108 Meter langen Fußweges zwischen der neuen Kita und dem Kinderhort soll alternativ in Pflaster- und Asphaltbauweise ausgeschrieben werden. In der Planung war nur ein geschotterter Weg vorgesehen. Hier sind Mehrkosten von rund 23 000 Euro zu erwarten.

Zu deutlichen Kostensteigerungen kam es auch bei der Vergabe weiterer Gewerke für den Neubau der Kita "Mäuseparadies". Die Kostenfortschreibung nach dem dritten Aus-schreibungsblock lasse eine Kostensteigerung von rund einer halben Million Euro erwarten, so Bürgermeister Schneider.

Vergeben wurde noch die Ersatzbeschaffung von Schutzkleidung für die gemeindlichen Feuerwehren an die Firma Ludwig, Bindlach, mit Kosten von 8796 Euro. Auf Zustimmung stieg auch die Ersatzbeschaffung einer Katastrophensirene für Gössenreuth. Hier muss die Gemeinde mit 9000 Euro rechnen.

Bürgermeister Schneider gab noch bekannt, dass sich die Arbeiten am Durchlass des Streitmühlbaches um zwei bis vier Wochen bis Ende August verzögern werden.