Die Errichtung einer E-Bike-Ladesäule auf dem Marktplatz beschäftigte diesmal die Mitglieder der Stadtrates von Burgkunstadt eingehend. Zwar kam kurzfristig auch eine Diskussion auf, wer denn nun die "Früchte" für diesen Projektvorschlag "ernten" dürfe, am Ende bestand dennoch Einigkeit darüber, dass letztendlich die Verwirklichung dieses Vorhabens ein Wunsch aller Fraktionen sei.

Den Vorstoß in der Angelegenheit hatte die CSU-Fraktion mit einem entsprechenden Antrag gemacht. Bernarda Callens (Die Grünen) freute sich ebenfalls darüber, wenngleich sie nicht umhinkam, darauf hinzuweisen, dass ebendiese E-Ladesäule am Schustermuseum schon bei einem der letzten Projekttreffen des Stadtumbaumanagements zusammen mit der Bürgerbeteiligung erarbeitet und als solches dem Stadtrat in seiner Sitzung am 16. März 2021 vorgestellt worden war. Auch die Beantragung von Fördergeldern in Höhe von rund 140 000 Euro sowie die weiteren Maßnahmen zur Aufwertung des Marktplatzes und des Schustermuseums würden von der Stadt im Rahmen des Programms "Innenstädte beleben" in enger Abstimmung mit dem Stadtumbaumanagement behandelt.

"Deshalb halten wir es für angemessen", betonte Bernarda Calles und erhob hierbei nicht nur die Stimme der Fraktion der Grünen, sondern sprach auch für die Freien Wähler und den Bürgerverein, "das Thema E-Ladesäule der Projektgruppe zur weiteren Ausarbeitung zu überlassen." Dies fand auch die Unterstützung von Zweiter Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen (Freie Wähler) und der Stadtverwaltung.

Die Beweggründe seiner Fraktion für diesen Antrag legte anschließend Stadtrat Marco Hennemann (CSU) nochmals dar. Die zunehmende Zahl von Fahrradfahrern, insbesondere auch der E-Bike-Nutzer, die in den Städten und Gemeinden und auf vielen Marktplätzen unterwegs seien, sollte vor allem die Entscheidung für eine derartige Einrichtung schneller voranbringen. Es gehe auch darum, so Hennemann, die Zeit für den Erhalt von Fördergeldern nicht verstreichen zu lassen. Seine Fraktion sei ganz einfach der Meinung gewesen, dass in diese ganze Sache etwas mehr Bewegung kommen sollte.

Zwar sorgte dieses Thema für eine längere Diskussion, letztendlich einigten sich die Ratsmitglieder darauf, das Thema E-Ladesäule zur weiteren Bearbeitung bei der Projektgruppe zu belassen, denn schließlich sei es, wie es auch Stadträtin Ulrike Koch (SPD) und Erste Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) zusammengefasst hatten, eigentlich ein "gemeinsames Anliegen". Dies war dann auch der Grund dafür, dass die CSU-Fraktion ihren Antrag zurückzog.

Freude über Mittelzusage

Begonnen hatte die Sitzungsperiode des neuen Jahres im Burgkunstadter Stadtrat mit einer Bauausschusssitzung, die vor allem im Zeichen privater Bauvorhaben stand. Gegen die erste Änderung des Bebauungsplanes Gartenäcker Maineck der Gemeinde Altenkunstadt gab es keine Einwände.

Erfolg konnte die Verwaltung danach vermelden, denn die Bewerbung der Stadt Burgkunstadt um Mittel aus dem Sonderfond "Innenstädte beleben" wurde angenommen. Mit ihrem Bewilligungsbescheid vom 27. Oktober 2021 hatte die Regierung von Oberfranken Maßnahmen in Höhe von 175 000 Euro vorläufig förderfähig (Förderung damit 140  000 Euro) anerkannt. Um die in Aussicht gestellten Fördermittel auch für die entsprechenden Projekte einsetzen zu können, hatte die Lenkungsgruppe entsprechende Beschlüsse gefasst.

Hier fließt das Geld hin

Diese stellte Bürgermeisterin Frieß vor, wonach der Sonderfonds "Innenstädte beleben" wie folgt verwendet werden soll: Beschilderungssystem 32 000 Euro, Begrünungsmaßnahmen 20 000 Euro, Aufwertung Markplatz 60 000 Euro, Aufwertung Schustermuseum 50 000 Euro, Aktivierung von Leerständen (Schaufensterprojekte) 13 000 Euro.

Weiterhin sollten Aufträge an die Firma Kopfwerk für die Corporate Identity und das Layout für das Beschilderungssystem in Höhe von 10 650 Euro, an die Firma Fuhrmann für das Schilderungssystem mit 14 549 Euro, an die Firma Miramodo für eine Sitzgruppe auf dem Markplatz in Höhe von 2671 Euro vergeben werden. Dieser Vorschlag und damit die getroffenen Leitlinien der Lenkungsgruppe wurden anschließend einvernehmlich auch vom Stadtrat bestätigt.