von unserem Mitarbeiter 
karl-heinz Hofmann

Küps — Mit Zukunftsproblemen hinsichtlich der Sanierung von Kanal und Kläranlage befasste sich der Abwasserverband Kronach-Süd (AWV) am Mittwoch in Küps. Gleich drei Ingenieure vom Ingenieurbüro SR, Schneider und Partner Kronach stellten Ergebnisse einer Bestandsaufnahme vor und gaben Empfehlungen für das weitere Vorgehen.
Im Zuge der Kanalsanierung im Verbandsgebiet des AWV Kronach-Süd sollen 17 Haltungen des Sammlers zwischen Johannisthal und Küps saniert werden. Die Haltungen liegen unmittelbar neben der Bahnlinie Hochstadt/Marktzeuln - Ludwigsstadt in einem landwirtschaftlich genutzten Weg. Die Sanierung in geschlossener Bauweise mittels Inliner sah man aufgrund der Randbedingungen (Platzverhältnisse, keine Anschlüsse, Schadensbilder) als sinnvollste und wirtschaftlichste Variante an.
Die Sanierungskosten liegen bei rund 342 000 Euro, zuzüglich Ingenieurskosten. Im Haushalt wurden 400 000 Euro eingeplant, informierte Verbandsvorsitzender Herbert Schneider. Die Verbandsräte stimmten zu, die Verwaltung im Einvernehmen mit dem Ingenieurbüro SRP zu beauftragen, im Sinne des inzwischen vorliegenden Vergabevorschlages des Büros, den Auftrag an die kostengünstigste Firma zu vergeben. Die Vergabe erfolgte in anschließender nichtöffentlicher Sitzung.

Sonde fürs Belebungsbecken

Der Verbandsvorsitzende informierte, dass man nach Artikel 37, Absatz 3 der Gemeindeordnung die Neuanschaffung einer Ammoniumsonde für das Belebungsbecken tätigen musste. Eine sofortige Neuanschaffung, ohne Einbezug des Verbandsgremiums, war erforderlich, die Kosten der Sonde beliefen sich auf 4029,21 Euro.
Der Vorsitzende leitete dann über zu einem sehr komplexen Thema. Dazu waren die drei Ingenieure vom Ingenieurbüro SRPD Schneider und Partner, Stefan Ströhlein, Alexander Hoderlein und Walter Brandner erschienen, um den Räten detailliert die Ergebnisse verschiedener Bestandsaufnahmen über Bau-, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen im Klärwerk zu geben. Es wird wohl auf ein neues Gebäude hinauslaufen, denn sowohl Gebäude wie auch teilweise die Technik sind über 30 Jahre alt. Hinzu kommen zwei neue Schlammpressen und die Sanierung des Schlammbeckens.
Nächste gravierende, aber ebenso wichtige Maßnahme dürfte wohl die Erneuerung beider Blockheizkraftwerke (BHKW) sein. Unter dem Aspekt der nur noch eingeschränkten Verfügbarkeit ist eine Entscheidung für den weiteren Planungsablauf nach Meinung der Ingenieure dringend erforderlich.
Der Vorsitzende Herbert Schneider, Bernd Rebhan, Küps, Dieter Lau, Küps, und Michael Bohl, Weißenbrunn, waren sich einig, dass überall Handlungsbedarf bestehe, doch dürfe der Haushalt des Verbandes, zu dem die Stadt Kronach, die Marktgemeinde Küps und die Gemeinde Weißenbrunn zählen, nicht gesprengt werden. Das Ingenieurbüro wird mit Planungen beauftragt, um weitere Entscheidungen treffen zu können.