39 staatlich anerkannte Heilerziehungspfleger und - pflegerinnen sowie acht staatliche anerkannte Heilerziehungspflegehelfer und - helferinnen wurden an der Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspfleghilfe in das Berufsleben beziehungsweise zur Weiterbildung entlassen. Schulleiter Jan Banet machte deutlich, dass die Absolventen eine ganze Menge investiert haben, um ihren Abschuss zu erreichen: "Während Freunde und Arbeitskollegen ihren Freizeitaktivitäten nachgingen, haben Sie viel von Ihrer Zeit der Ausbildung gewidmet."
Heilerziehungspfleger sind als sozialpädagogisch und pflegerisch ausgebildete Fachkräfte zuständig für die Bildung, Assistenz, Beratung und Pflege von Menschen mit Behinderungen aller Altersstufen. Bei Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen werden darüber hinaus erzieherische Aufgaben wahrgenommen. Einen wichtigen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die gemeinsame Gestaltung des Alltags und der Freizeit. Heilerziehungspfleger arbeiten im Team mit anderen Berufsgruppen und Fachdiensten auf allen organisatorischen Ebenen zusammen. Die Tätigkeitsfelder sind in stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, in teilstationären und ambulanten Einrichtungen.
Schulleiter Jan Banet stellte fest, dass die nächsten Jahre zeigen werden, ob sich die Mühen gelohnt haben: "Ich bin da zuversichtlich, denn mit Ihrer Ausbildung haben Sie eine außerordentlich gute Investition in Ihre eigene Zukunft getätigt. Die Herausforderung, einen Beruf zu wählen, der ausschließlich mit Menschen zu tun hat, fordert jeden Tag aufs Neue. Ja, genau darum, weil die Menschen eben unberechenbar sind. Sie stehen in ständigem Dialog mit den Menschen verschiedenen Alters, Herkunft und auch Bildung, im verbalen Dialog aber auch im "non"-Verbalen."
Dieser Dialog stellt besonders in der Heilerziehungspflege höchste Ansprüche, weil der Pflegebedürftige in einer außerordentlichen Lebenssituation steht. Schulleiter Banet: "Sie begleiten diesen Menschen ein kurzes, manchmal auch längeres Teilstück im Leben. Man erwartet von Ihnen die tiefe, einmalige und ausschließliche Teilnahme am Schicksal der Betroffenen. Und genau darin besteht das Wunderbare, das Erfüllende und immer wieder Neue in diesem Beruf. Sie alle sind als kompetente Fachfrau oder Fachmann aber auch als Persönlichkeit, als Mensch wichtig und einmalig."
Ausgezeichnet wurden die Fachschüler/innen, die die Ausbildung mit der Note 1 bestanden haben. Zweijährige Ausbildung: Ute Dörfler (1,30), Lisa Köhler (1,30), Denise Bittermann (1,40), Nicole Hanisch (1,40), Nadine Schramm (1,40), Corinna Turek (1,40), Fränze Vollert (1,50). Dreijährige Ausbildung: Christian Heinz (1,20), Anja Martin (1,30).
Fachschüler/innen, die ein Zeugnis über die fachgebundene Fachhochschulreife erhielten: Michelle Buchheim, Yannick Grafe, Tobias Heine, Lucas Merbach, Olga Simon. Rei.