Der Gemeinderat Hausen hat die Haushaltssatzung für 2020 sowie den Finanzplan mit Investitionsprogramm für die Jahre bis 2023 mehrheitlich beschlossen.

Der Haushaltsplan umfasst im Verwaltungshaushalt 7 825 328 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 7 615 967 Euro, schließt also mit einem Rekordvolumen von 15 441 295 Euro ab. Das ist gut eine halbe Million mehr als im Vorjahr.

Für den Kämmerer Peter Greiner-Fuchs sind das vorgelegte Zahlenwerk und die Verabschiedung des Haushalts durch das Gremium ein außergewöhnliches Ereignis, erklärte er. "In den vergangenen Jahren erfolgte die Verabschiedung immer sehr spät, so dass die Umsetzung geplanter Maßnahmen sehr schwierig war", betonte er.

Mit Unterstützung und Zuarbeit vom Finanzausschuss, der Kollegen sowie Bürgermeister Bernd Ruppert (CSU) sei es gelungen , zeitnah dieses umfangreiche Zahlenwerk zu erstellen. Der Finanzausschuss habe deshalb in seiner Sitzung unter Berücksichtigung eingepflegter Änderungen einstimmig die Verabschiedung des Haushalts durch das Gremium empfohlen, führte Greiner-Fuchs aus.

Das Zahlenwerk erläuterte er anschließend dem Gremium. Große Investitionen stehen für die kommenden Jahre an, darunter als größte Herausforderung die Sanierung des Gemeindezentrums, welches die Turnhalle, das Rathaus sowie den Sportkomplex beinhaltet. Allein die Kostenschätzung dafür beläuft sich auf 8,3 Millionen Euro.

Weitere Maßnahmen sind der Neubau der Kindertagesstätte St. Laurentius in Wimmelbach (2,6 Millionen Euro) und der Bau der offenen Ganztagsschule mit circa 1,7 Millionen Euro.

Die Gemeinde erwartet Zuweisungen für Investitionen in Projekte in Höhe von ungefähr 940 000 Euro. Kredite will die Gemeinde in diesem Jahr nicht aufnehmen. Die Altschulden werden voraussichtlich 2022 vollständig getilgt sein. Wie und in welcher Höhe Kreditbedarf für künftige Maßnahmen besteht, wird sich erst in den nächsten Monaten herauskristallisieren. Eine Prognose über zu erwartende Einnahmen gestaltet sich aufgrund der Corona-Pandemie schwierig.

Die größte Einnahmeposition sind wie in den Vorjahren die Zuweisung aus der Einkommenssteuer mit 3,1 Millionen Euro, die Einnahmen aus der Gewerbesteuer mit 800 000 Euro und die Schlüsselzuweisung mit 700 000 Euro.

Die höchsten Ausgabepositionen im Verwaltungshaushalt sind die Personalausgaben mit 1,9 Millionen Euro sowie die Kreisumlage mit 1,7 Millionen Euro. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt beträgt ab 2020 circa eine Million Euro jährlich.

Im Investitionsprogramm für die nächsten vier Jahre stecken Summen, die die Schulden erheblich ansteigen lassen, berichtete Greiner-Fuchs. Die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2020 liegt bei 28,65 Euro und beträgt Ende 2021 schon 1134 Euro.

Während im Haushaltsjahr 2020 für Investitionen 5,1 Millionen Euro eingeplant sind, steigen diese 2021 auf 10,2 Millionen und betragen 8,1 Millionen Euro 2022. Ruppert wies allerdings darauf hin, dass durch die Corona-Krise im Grunde genommen eine Planung des Haushalts schwierig sei. Die Auswirkungen der Krise insbesondere auf Einnahmen wie Gewerbesteuer und Staatsmittel seien nicht absehbar.