Eines ist sicher: Auf "la dolce vita", wird die deutsche Mannschaft im Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft am Samstag (21 Uhr) vergeblich warten. Zwar kommt es in Bordeaux zu einem erneuten Aufeinandertreffen mit Italien, doch spätestens auf dem Fußballplatz hat das oft zitierte "süße Leben" auch bei den Spielern der "Squadra Azzurra" ein Ende. Denn kam es bei einem großen Turnier zu einem direkten Duell, erwiesen sich die Italiener mit (un)schöner Regelmäßigkeit als Spielverderber. In acht Spielen gab es keinen einzigen deutschen Sieg. Der nach seinem Tor mit nacktem Oberkörper posierende Mario Balotelli dürfte nicht nur bei manchem Nationalspieler, der bei der 1:2-Halbfinal-Niederlage vor vier Jahren dabei war, noch in den Hinterköpfen herumspuken. Den Fans ergeht es wohl ähnlich.
Darauf, dass die Serie, die bei der WM 1962 in Chile mit einem 0:0 begann, endlich ein Ende findet, hoffen wohl auch die Zuschauer beim Public Viewing in der Kronacher Kühnlenzpassage. Erneut gehen die Veranstalter von über 400 Fans aus dem Landkreis aus, die die Begegnung auf der Großbildleinwand verfolgen wollen. "Das ist sicher eine der größten Leinwände der Region", sagt Mit-Organisator Steffen Mahr.
Um 19.30 Uhr werden sich für die Besucher die Tore des ehemaligen Industriegemäuers öffnen - 90 Minuten später dann auch hoffentlich das von Italiens Torhüter-Legende Gianluigi Buffon bewachte in Bordeaux. Denn irgendwann muss doch schließlich jede Serie einmal ihr Ende haben.