Die Braut hat das Traum-Maß 1,38 Festmeter: Eiche musste weichen

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Bei der Submission am Wertholzplatz in Sailershausen von links: Sebastian Betz (AELF Abteilungsleiter), Bürgermeister Andreas Sandwall (Bad Bocklet), Michael Sautter (AELF), Roland Warmuth (FBG fränkische Rhön und Grabfeld), Jörg Mäckler (FBG Frän...
Bei der Submission am Wertholzplatz in Sailershausen von links: Sebastian Betz (AELF Abteilungsleiter), Bürgermeister Andreas Sandwall (Bad Bocklet), Michael Sautter (AELF), Roland Warmuth (FBG ...
Bei der Submission am Wertholzplatz in Sailershausen von links: Sebastian Betz (AELF Abteilungsleiter), Bürgermeister Andreas Sandwall (Bad Bocklet), Michael Sautter (AELF), Roland Warmuth (FBG fränkische Rhön und Grabfeld), Jörg Mäckler (FBG Frän...
Nicole Will, FBG Fränkische Rhön und Grabfeld

Die Forstwirtschaftliche Vereinigung (FV) Unterfranken hat zusammen mit der FV Oberfranken zum 21. Mal hochwertige Laub- und Nadelhölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern versteigert. Unter der Federführung der FV Unterfranken kamen auf acht Lagerplätzen neun Forstbetriebsgemeinschaften aus Unterfranken zusammen, um edle Stämme anzubieten.

2762 Festmeter edles Holz

Insgesamt legten die Forstbetriebsgemeinschaften aus Arnstein, Fränkische Rhön und Grabfeld, Haßbergen, Main-Spessart-Odenwald, Main-Spessart-West, Rimpar, Spessart Süd, Spessart West und Schweinfurt 2762 Festmeter Wert- und Schneideholz aus.

Laut einer Pressemeldung der FV gingen für die Submission trotz der angespannten Wirtschaftslage insgesamt 40 Gebote von Käufern aus dem In- und Ausland ein. Als teuerster Einzelstamm bei den Laubhölzern erwies sich in diesem Jahr eine Eiche aus der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld mit 1,38 Festmeter. Ein regionaler Furnierer bezahlte dafür 4960 Euro , das entspricht 3594 Euro pro Festmeter. „Braut der Submission“ beim Nadelholz war ein Stamm aus der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge mit 1,15 Festmetern, den ein regionales Furnierwerk für 690 Euro , erwarb.

Die Eiche liegt im Trend

Die hohe Bereitschaft, besonders für Eiche zu bieten, zeigte einen klaren Trend. Die Durchschnittserlöse für Eichenholz erreichten mit 857 Euro pro Festmeter ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Buche erzielte im Mittel 292 Euro , die Esche 234 Euro und die Kirsche 166 Euro pro Festmeter. Eichenholz machte dabei 77 Prozent des gesamten Angebots aus. Insgesamt ergab sich über alle Baumarten hinweg ein Durchschnittspreis von 722 Euro pro Festmeter, was ebenfalls ein gutes Ergebnis in der Submissionsgeschichte darstellt. Beim Nadelholz wurden bei der Lärche im Schnitt 321 Euro , bei Kiefer 175 Euro und bei Douglasie 164 Euro pro Festmeter erreicht.

Die FV Unterfranken mit ihrer Geschäftsführerin Birgitt Ulrich (Hofheim) betont, dass der Erfolg der Submission insbesondere dem Einsatz der Forstbetriebsgemeinschaften unter schwierigen Bedingungen zu verdanken ist.

Beratung zahlt sich aus

Für die Zukunft laden die unterfränkischen Forstbetriebsgemeinschaften alle Waldbesitzer ein, sich zu Fragen der Waldbewirtschaftung und zu wertvollem Holz beraten zu lassen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten, Folgen des Ukrainekriegs, der US-Zollpolitik und Schäden durch den Klimawandel fällt das Fazit insgesamt, besonders für das Eichenholz, sehr positiv aus. red