Mit der Verabschiedung von Kirchenpfleger Hans Möckel ging die Ära eines ehrenamtlich engagierten Kirchenmannes zu Ende. An seinem 85. Geburtstag trat Hans Möckel vom Dienst des Kirchenpflegers zurück. Über 40 Jahre prägte und lenkte er die Finanzen der Pfarrei St. Bartholomäus Rothenkirchen.

Viele Jahre wirkte er auch als Mesner und kümmerte sich um die Vorbereitung von Gottesdiensten um Ordnung in der Sakristei und Altarraum, war darüber hinaus aber auch "Hausmeister des Gotteshauses", so Pater Helmut Haagen in seinen Dankesworten während der Messe am Dreikönigstag. Passend dazu hatte der Pfarradministrator die Geschenke für Möckel ausgesucht. Einmal ein vergoldetes Schatzkästchen, das die Wertschätzung seiner Schatzmeistertätigkeit ausdrücken sollte, und eine Kerze mit persönlicher Widmung und Anerkennung dafür, dass Hans Möckel auch stets ein Mann der Taten war und viele Jahre vor den Gottesdiensten für Kerzenlicht in der St.-Bartholomäus-Kirche sorgte.

Möckel war auch manchmal mürrisch, dies glich er aber meist schon Minuten später wieder durch seinen sinnigen und pfiffigen Humor aus, weshalb ihm auch bei Meinungsverschiedenheiten keiner böse sein konnte. 21 Jahre hatte er es mit Pfarrer Rudolf Montag zu tun. In diese Ära fielen etliche Großprojekte, wie die Generalsanierung der St.-Bartholomäus-Kirche. Circa zwei Millionen Euro wurden investiert. Die Kapelle in Friedersdorf musste saniert werden, um sie vor dem Verfall zu bewahren. Es bestanden große Bedenken in der Bevölkerung hinsichtlich der Finanzierbarkeit der Kosten von rund 60 000 Euro, die jedoch dank vieler Eigenleistung und Spender gelang.

Eine weitere große Aufgabe war die Generalsanierung des Pfarrhauses. Im vergangenen Jahr sorgte die notwendig gewordene Kindergartenerweiterung für großen Wirbel. Weil Marktgemeinde und Ordinariat unterschiedlicher Auffassungen waren, drohte das Projekt zu scheitern, beziehungsweise hätte sich die Marktgemeinde an einen anderen Träger gewandt. Heute ist Gott sei Dank alles wieder gut, schnauft Möckel durch.

An der Verabschiedung von Hans Möckel nahm auch Generalvikar Georg Kestel teil. Auch Wolfgang Romig feierte seinen 70. Geburtstag am Dreikönigstag. Er war ebenfalls langjährig als Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung tätig. eh