Im Marktgemeinderat von Rentweinsdorf ging es am Montagabend nicht um große Sachen oder Investitionen. Aber laut einem alten Sprichwort "steckt bekanntlich der Teufel im Detail" - so war es bei einigen Zuschussanträgen. Die Verwaltung hatte jeweils im Rahmen der Förderung von Vereinen einen Zuschuss von zehn Prozent der Gesamtkosten vorgeschlagen, während Bürgermeister Steffen Kropp (SPD) einen Zuschuss von 50 oder 60 Prozent in die Diskussion warf.

Zu Beginn der Sitzung vereidigte Bürgermeister Steffen Kropp als neuen Ortssprecher von Lind, Losbergsgereuth und Ottneuses Stefan Schwarz. Kropp dankte ihm für seine bisherige Arbeit und stellte seine engagierte Hilfe als Ansprechpartner in der Dorferneuerung heraus. Der Bürgermeister zeigte sich ganz sicher, dass er diesen Einsatz auch als Ortssprecher bringe.

Bürgermeister Steffen Kropp zeigte sich froh, dass endlich der Bau des Kindergartens mit den Kanalarbeiten begonnen habe. Er dankte den Vereinen, die sich trotz der Corona-Krise am Ferienprogramm für die Kinder beteiligt haben. Es sei zu einem vollen Erfolg geworden, lobte er. Die Kinder hätten jedenfalls viel Spaß gehabt.

Der FC Rentweinsdorf hatte für neue Ausstattungsteile für die Prinzengarde die Kostenübernahme beantragt. Auf 2456 Euro beziffert der Verein die Kosten. Nach Rücksprache mit dem Kämmerer wurde von der Verwaltung ein Zuschuss von zehn Prozent und damit von 245,60 Euro vorgeschlagen. Für Bürgermeister Steffen Kropp war aber auch ein Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der Gesamtkosten denkbar. Nach seiner Meinung könnten die traditionellen Faschingsabende nicht stattfinden. Schon in den nächsten Wochen solle landkreisweit eine Regelung gefunden wurden, sagte er. Inzwischen haben sich die 26 Bürgermeister im Landkreis darauf verständigt, dass wegen der Corona-Gefahr in der nächsten Saison keine Faschingsveranstaltungen stattfinden (FT vom Dienstag auf der Seite 1). Gemeinderat Stefan Horn stellte deswegen die Frage, ob man diesen Antrag nicht auf die nächste Sitzung verschieben sollte. Nach einigen Diskussionsbeiträgen sprach man sich dafür aus, die weitere Entwicklung abzuwarten und dann eine Entscheidung zu treffen.

Mit Schreiben vom August hatte der 1. FC Rentweinsdorf außerdem die Gewährung eines Zuschusses für die Anschaffung einer neuen Bewässerungspumpe für das Sportgelände beantragt. Die Pumpe war in der Trockenperiode ausgefallen, so dass die Feuerwehr aushelfen musste. Der Verein musste also handeln. Der Preis der Pumpe belief sich auf 2600 Euro, wozu von der Verwaltung ein Zuschuss von zehn Prozent und damit von 260 Euro vorgeschlagen wurde. Bürgermeister Steffen Kropp brachte einen Zuschuss von 50 Prozent (1300 Euro) ins Gespräch.

Stefan Horn fragte nach der finanziellen Lage des Vereins, zu der Gemeinderat Matthias Kropp Stellung nahm: "Wir haben derzeit nur Ausgaben und keine Einnahmen und es scheint nicht besser zu werden. Das Geld wird also langsam knapp und es wird eng. Dabei brauchen wir auch noch Flutlicht für den neuen Ausweichplatz und ebenso erfordert das Sportheim Un- terhaltungskosten." Der Bürgermeister meinte, dass diese finanzielle Lage nicht nur für den FC Rentweinsdorf gelte, sondern auch für andere Vereine. Schließlich genehmigte das Ratsgremium einen Zuschuss von 50 Prozent. Damit erhält der Sportverein 1300 Euro.

Gemeinderat Stefan Horn warf den Spielplatz in Treinfeld in die Diskussion. Gemeinderat Ludwig Bock interessierte, ob in der Diskussion schon ein Trend zu erkennen sei. Die Diskussion laufe nun bereits seit zwei oder drei Jahren. Eine Frage sei, den Spielplatz zu verlegen oder ihn an seinem alten Ort zu belassen.

Dazu prognostizierte der Bürgermeister, dass ein neuer Spielplatz an anderer Stelle sicherlich das Zwei- bis Dreifache an Gesamtkosten bedeuten würde. Bürgermeister Kropp will das weitere Vorgehen bei einer Bürgerversammlung besprechen, wobei man jedoch nicht wisse, wann wieder Bürgerversammlungen stattfinden können.