" Martin Luther - aus seinem Leben und seinen Liedern ". Unter diesem Motto stand am vergangenen Sonntag ein Oratorium in derMatthäuskirche der evangelischen Kirchengemeinde Gestungshausen zum Ende des Jubiläumsjahres "500 Jahre Reformation". Wiederholt wurde es am selben Tag in Mönchröden sowie am Reformationstag in Heldburg (Landkreis Hildburghausen). Helmut Mitzenheim ist es als Gesamtleiter gelungen, aus den Sängerinnen und Sängern der Kirchenchöre Gestungshausen, Mönchröden und Heldburg einen starken Gemeinschaftschor zusammenzustellen. Zu den Mitwirkenden gehörte auch der Posaunenchor und die Flötengruppe der Kirchengemeinde Gestungshausen und als Solisten beeindruckten Katrin Fischer (Sopran) und Alk Pusch (Bass) und an der elktronischen Orgel spielte Wolfgang Blümel. Die Besucher erlebten hierbei, dass Martin Luther eine Ausnahmepersönlichkeit in der deutschen und europäischen Kirchengeschichte war. Dies betonte Pfarrer Dominik Bohne auch in seinen Begrüßungsworten, wo er auch auf die Wirkung Luthers als Prediger, Lehrer der Theologie und Mann der Kirche einging. Aber nicht nur Lieder Martin Luthers, die eng mit seinen Lehren und Leben verbunden sind, waren zu hören, sondern zwischen den Liedern erfuhren die Besucher in den Sprechtexten nach Johann Mathesius auch aus dem Leben des Reformators. Diese wurden vorgetragen von Mitgliedern des Kirchenvorstandes Gestungshausen, bei denen Thomas Knauer in die Rolle von Luther selbst schlüpfte, Helene Melzer trat als seine Ehefrau Katherina von Bora auf, Petra Mryholod als Melanchthon, Beate Fischer als ein Freund Luthers, Manuela Pohl als Tischgast, Dunja Pechtold, Claudia Hofmann und Simone Höpfner als Einleserinnen. Erzählt wurde hierbei im ersten Abschnitt unter anderem von Luthers Kindheit, seiner Berufung an die Universität Wittenberg und seiner Zeit als Mönch. Nicht unerwähnt blieb sein Kampf gegen den Ablasshandel und wie er gebannt und aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen wurde. Im dritten Vortrag ging es um seinen Aufenthalt auf der Wartburg und seine Rückkehr nach Wittenberg.
Bei einem Dialog zwischen Luther und Melanchthon ging es um den Bauernaufstand. Es fehlte auch nicht der Aufenthalt von Martin Luther auf der Veste Coburg. Häusliches Leben, Bibeldruck, Religionsgespräche, Krankheit und Tod Luthers am 18. Februar 1546 mit 62 Jahren rundeten die Vorträge ab.
Musikalisch eröffnet wurde das
Oratorium mit dem Lied "Gelobet seist du Jeses Christus" und abgeschlossen mit "Verleih uns Frieden", bei denen jeweils die Gemeinde mitsang. Mit stehenden Ovationen bedankten sich die Besucher bei allen Mitwirkenden für ihre eindrucksvollen Darbietungen und einen Blumenstrauß gab es auch für Helmut Mitzenheim und Pfarrer Bohne. Herbert Fischer