Mit ihrem Rechenschaftsbericht vor einem voll besetzten Schulsaal berichtete die Vorsitzende Monika Neundörfer über die Aktivitäten des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Melkendorf.

Ohne Wirtschaft im Ort muss der Vorstand bei Veranstaltungen die Bewirtung übernehmen. Den Gemeinschaftsgeist in Melkendorf förderten auch kleinere Veranstaltungen wie die Einkehr nach Wanderungen oder nach der Hollfeld-Wallfahrt.

Größere Aktionen waren für den Verein der Tag der Städtebauförderung im Mai mit gleichzeitigem Bockbieranstich der Brandholzbrauerei und im Oktober der Apfelmarkt in Strullendorf, zu dem viele begeisterte Besucher kamen - Neundörfer sprach von "sandkerwaähnlichen Zuständen".

Mehr als 500 ehrenamtliche Stunden im Jahr arbeiteten die Mitglieder an gemeindlichen Anlagen wie der Schule, beim Baumschnitt, der Blühwiese sowie der Pflege des Ottobrunnens. Die Vorsitzende bedankte sich bei allen Helfern für jegliche Unterstützung.

Ein Dank ging auch an den hilfsbereiten "Rentnertrupp" und an die Vogelschutzwarte Karlheinz Arellano, Josef Hemmer und Andreas Neundörfer, die 70 Nistkästen pflegen. Auch inzwischen "neue" Rentner würden gerne in dieser Gemeinschaft begrüßt werden.

Bilder einer kleinen Blumenwiese unterhalb der Schule, die gerne von Insekten angenommen wird, sollten als Anregung für die Besucher dienen, denn jedes anwesende Mitglied erhielt neben einem Blumenstock auch ein Samentütchen für bienenfreundliche Pflanzen, die der OGV in einer Aktion mit der Mediengruppe Oberfranken vom Gärtner Jupp Schröter besorgt hatte. Der Dank der Vorstandschaft galt auch allen, die jährlich den Osterbrunnen mitgestalten und beim Schneiden, Binden, Aufstellen und Eieranmalen helfen.

Auch am Osterbrunnen gehe der Klimawandel nicht vorüber, so hingen im letzten Jahr die Ostereier schon nach drei Wochen am Reisig. Trösten kann nur noch der neue Osterhase, der vom heimischen Künstler Dietmar Dorscht geschnitzt wurde und das Ensemble verschönert.

Angetan von schönen Gärten

Der Ausflug des Vereins ging im letzten Jahr zu naturnahen Gärten im Landkreis Bamberg. Sehr angetan waren die Mitglieder vom schönen Garten der Familie Buchberger in Hohengüßbach und vom Kreislehrgarten in Oberhaid, die beide mit dem Siegel des Landkreises "Naturgarten" ausgezeichnet wurden. Vom Kräutergarten in Wildensorg ging es zur dortigen Schnapsbrennerei, wo Helmut Brendel den Melkendorfern die Schnapsherstellung aus heimischem Obst erklärte. Die Kostproben dieser Obstverwertung sorgten für eine gute Stimmung.

Neben den Ehrungen für zehn Jahre, für 25 Jahre an Michael Behr und Günter Selig und für 40 Jahre an Gunda Finzel sowie Georg Winkler nahmen Bürgermeister Wolfgang Möhrlein und Vorsitzende Neundörfer einige außergewöhnlichen Auszeichnungen vor. Alfons Hummel wurde für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt - was bayernweit äußerst selten vorkommt. Für die 25-jährige Mitarbeit im Vorstand wurden Fred Winkler und Beate Zeck mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Gerhard Pickel, der seit 50 Jahren und bis heute im Vorstand tätig ist - davon 37 Jahre als Zweiter Vorstand - erhielt ebenfalls einen Geschenkkorb. Bereits seit 2011 ist Pickel Ehrenmitglied des Vereins und hat schon alle Auszeichnungen des Landesverbands erhalten. red