Am Samstag, 24. Oktober, wird die Konzertreihe des von Kronach Creativ getragenen VHS-Musikrings fortgesetzt: Um 19.30 Uhr konzertiert das Coburger Kammertrio in der Besetzung Klarinette, Viola und Klavier mit dem Programm "RHEINe GOLDstücke" im Kreiskulturraum.

Die drei Musiker des Coburger Kammertrios, Edgar Eichstädter, Andreas Hilf und Antonio Grimaldi führen seit 2010 regelmäßig mit großem Erfolg die wichtigsten Werke des Repertoires für die seltene Kammermusikbesetzung Klarinette, Viola/Violine und Klavier auf. Ein Schwerpunkt ist auch die Wiederentdeckung selten gespielter Werke von wenig bekannten Komponisten der Romantik und Spätromantik.

Edgar Eichstädter ist seit 1984 Soloklarinettist des Philharmonischen Orchesters Landestheater Coburg. Geboren in München, studierte er an der dortigen Hochschule für Musik und Theater und war bereits während seines Studiums regelmäßig Aushilfsmusiker im Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Daneben tritt er häufig als Solist auf. Seit 1985 ist er Dozent an der Berufsfachschule für Musik Oberfranken in Kronach.

Andreas Hilf stammt aus Elmshorn. Er studierte an der Hochschule für Musik Rostock. Als Aushilfsmusiker arbeitete er bei den Hamburger Philharmonikern, im Philharmonischen Orchester Kiel und im Concertino Rostock. Seit 2006 ist er stellvertretender Solobratschist im Philharmonischen Orchester Landestheater Coburg.

Antonio Grimaldi ist schweizerisch/italienischer Abstammung. Er studierte an den Musikhochschulen Zürich und Bern. Als Solist, Liedbegleiter, Kammermusikpartner und mit Orchester trat er unter anderem in Wiesbaden, Mainz, Leipzig, Zürich auf.

Der Bezugspunkt der einzelnen Werke des Kronacher Programms ist der Rhein. Von Max Bruch erklingen seine "Stücke op. 83" für Klarinette, Viola und Klavier, die in Bonn am Rhein uraufgeführt wurden. Ludwig van Beethoven wurde in Bonn am Rhein vor genau 250 Jahren geboren. Das Coburger Kammertrio musiziert beim Musikring sein "Grand Trio" op. 38.

Der Wahldüsseldorfer Robert Schumann ist so etwas wie ein "Rheinischer Nationalheld", der mit seinen "Märchenerzählungen" op. 132 im Konzert vertreten ist. Die Märchenerzählungen komponierte Robert Schumann im Oktober 1853. Sie sind seinem ehemaligen Schüler Albert Dietrich gewidmet. Die hochromantischen Stücke sind ein Beispiel typischer rückwärtsgerichteter Erinnerungsästhetik nach dem Motto "Es war einmal ..." Im Spätwerk Schumanns kommt dieses Idiom häufig vor, z.B. auch in den Märchenbildern op. 113.

Max Bruch schrieb seine Stücke op. 83 im Jahr 1908 für seinen Sohn Felix. Die insgesamt acht Miniaturen erfreuten sich schnell großer Beliebtheit. Es dominiert in ihnen eine farbenreiche Gesanglichkeit, die sehr eingängig ist, ähnlich seines berühmten Violinkonzerts in g-Moll. Die Stücke bilden ein Resümee der späten Schaffensperiode des großen Melodikers.

Ludwig van Beethoven bearbeitete 1805 sein großes Septett op. 20 aus dem Jahr 1800 für Klarinette, Viola und Klavier. Er widmete diese Fassung seinem Arzt Johann Adam Schmidt. Beethoven arrangierte oft eigene Werke mit größerer Besetzung, die zu seinen Lebzeiten schon recht beliebt waren, für intimere kleine Kammerbesetzung. Das Streichquartett op. 4 beispielsweise ist eine Bearbeitung seines Bläseroktetts.

Das Kammerkonzert findet im Kreiskulturraum, Siechenangerstr. 13 in Kronach statt. Wegen der Corona-Pandemie gibt es keine Pause und die üblichen Hygienemaßnahmen müssen eingehalten werden. Außerdem ist die Anzahl der Besucher limitiert. Es wird daher gebeten, für Einzelkarten den Vorverkauf in der Sing- und Musikschule Kronach, Kulmbacher Str. 44, 09261-91314 zu nutzen.

Für alle vier Konzerte kann ein Abonnement zum Gesamtpreis von 49 Euro (für Schwerbehinderte ermäßigt 25 Euro) erworben werden. Der Eintrittspreis für ein einzelnes Konzert beträgt 16 Euro (erm. 8 Euro). Für Schüler und Studenten ist der Eintritt weiterhin frei.

Auskünfte zu Abos erteilt die VHS Kronach, Tel. 09261/606012, E-Mail: info@vhs-kronach.de. Weitere Infos unter www.kronach-klassik.de. red