Auf dem Friedhof im Ortsteil Rottenbach seien einige alte Grabsteine wegen fehlender Standsicherheit umgelegt worden. Dazu habe es einige Fragen zur weiteren Verfahrensweise in der Bevölkerung gegeben, informierte Dritter Bürgermeister Hans Rauscher bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

"Diese Steine mit ihren Aufschriften sind geschichtliche Zeugnisse des einst bis in die Thüringer Nachbarschaft reichenden Kirch- und Ortssprengels von Rottenbach, der der Schließung der Grenze zum Opfer fiel", erklärte Bürgermeister Karl Kolb. Die Steine sollen zur Erinnerung erhalten werden.

Gemeindegeschäftsführer Cedric Lindner bezifferte die Kosten von Reinigung, Neufundamentierung und Wiederaufstellung der alten Grabsteine mit 2000 Euro. Bürgermeister Kolb sagte, dass diese Kosten aus dem gemeindlichen Kultur- und Heimatfonds gedeckt werden könnten. Der Vorschlag von Martin Flohrschütz, zur Erklärung der Bedeutung für die Bürger eine Info-Tafel zusätzlich aufzustellen, wurde ebenfalls angenommen.

Gemeindewald wird "umgebaut"

Mit 110,7 Hektar stellt der Lautertaler Gemeindewald ein beachtliches wirtschaftliches Inventar und Erholungspotenzial dar. Der zuständige Revierförster Frank Wystrach erörterte dem Gemeinderat den neuen Forstwirtschaftsplan für die Jahre 2021 bis 2040. Im Zuge der Nachhaltigkeit und der Reaktion auf den Klimawandel hat dieser schrittweise eine Veränderung des Baumbestandes als Ziel. Der Anteil des Laubholzanteils soll von 25 auf 55 Prozent erhöht werden. Jährlich sollen 1,3 Hektar mit anderen Baumarten neu aufgeforstet werden. Auf Anfrage von Manfred Menzel teilte Wystrach mit, dass heuer Holz im Wert von 35 000 Euro eingeschlagen werde.

Verbindungsweg zu Wohnbaugebieten

Schon lange wünschen sich die Bevölkerung und der Gemeinderat einen Fußweg zur besseren Anbindung der Baugebiete "Fröschengraben" und "Gaisäcker" zum Rathaus, zur Feuerwehr und zu anderen gemeindlichen Einrichtungen sowie eine Anbindung der Ortsteile Ober- und Unterlauter an die ÖPNV-Haltstellen. Die Umsetzung war in der Vergangenheit an mangelnder Verkaufsbereitschaft von privaten Grundstückseigentümern gescheitert. Nun wurde ein Antrag der CSU-Fraktion behandelt, dieses Thema wieder aufzunehmen. Der Gemeinderat favorisierte eine südliche Variante zum Bereich Wiesenweg und beauftragte die Verwaltung zu Verhandlungen mit Grundstückseigentümern und im Erfolgsfall mit der Bereitstellung von Haushaltmitteln für das Jahr 2022.

Im Etat 2021 sind für Ausbau und Sanierung von Radwegen 250 000 Euro einschließlich Förderung eingeplant. Zusätzlich wurde Sanierungsbedarf an der Verbindung von der ehemaligen Papierfabrik Oberlauter sowie an einem weiteren Streckenbereich von 160 Metern festgestellt.

Sorge um den Hochwasserschutz

Für die Anschaffung eines Defibrillators lag ein Zuschussantrag des TSV Oberlauter vor. Der Gemeinderat befürwortete einen Zuschuss von 30 Prozent der Kosten, maximal 650 Euro.

Nicht beteiligt wurde die Gemeinde am Planfeststellungsverfahren zum geplanten Neubau der Tank- und Rastanlage "Coburger Land" auf dem Gebiet der Gemeinde Meeder. In einem Schreiben an Regierungspräsidentin Piwernetz brachte Bürgermeister Kolb sein Unverständnis zum Ausdruck: Es bestehe die berechtigte Sorge, dass sich durch das Vorhaben der Hochwasserschutz für Unter- und Oberlauter erheblich verschlechtert. Der "Oertelsgraben" sei bei Regenfällen schon jetzt ganz erheblich ausgelastet.

Der Gemeinderat beschloss die Vergabe zusätzlicher Maßnahmen für das laufende Bauvorhaben "Schlösschenweg" in Rottenbach für 25 000 Euro. Für 16 250 Euro werden sieben Geschwindigkeitsmesstafeln angeschafft. red