"Dieses Adventskonzert möchte ich Euch mit auf den Weg geben, damit wir die Tage, die vor uns liegen, als neue Chance nutzen können." Mit diesen Worten umriss der Lektor Thomas Gruber die Botschaft des Weihnachtskonzerts am 4. Advent. Für die Besucher der evangelischen Kirche war es ein berührendes Konzerterlebnis, geprägt von einem tiefen Glaubensbekenntnis, das Suzan Baker an der Seite ihres Partners Dennis Lüddicke musikalisch zum Ausdruck brachte.
Offen bekannte die in Bad Staffelstein lebende Künstlerin, dass der Glaube die Kraft sei, die sie trägt. Dabei offenbart sie ein ungekünsteltes Verhältnis zu Gott, ihrem "Chef": "Ich bin meinem Chef so unsagbar dankbar für alles, was er mir geschenkt hat." Es ist vor allem ihre einzigartige Stimme, die fast zu mächtig ist für die kleine Kirche und die Thomas Gruber liebevoll von der "Rock-Röhre" sprechen lässt. Man merkt, die drei kennen sich schon lange, und entsprechend locker gehen sie miteinander um.


Gitarren umschmeicheln Stimme

Es ist eine internationale Weihnachtsfeier. Mehrsprachig, in Englisch, Französisch und Spanisch erklingen die Lieder, geprägt vom einfühlsamen Klang der Gesangsstimme und den treibenden Rhythmen der beiden Gitarren, die die Stimme von Suzan Baker umschmeicheln. Im Dunkel des Kirchenschiffs brennen die Kerzen am Adventskranz, als Suzan Baker mit "Breath of heaven" den musikalischen Reigen eröffnet. Passend dazu findet sich auch der biblische Kontext "denn das Volk, das im Dunkel wandelt sieht ein großes Licht".
"Rejoice," frohlocke Israel, und "Oh come all ye faithful" künden von Vergebung, Liebe, und Zuversicht. "Was wäre, wenn hier plötzlich die Tür aufginge, und er, Jesus Christus, wäre da?" fragt Thomas Gruber in die Stille. "Sind wir bereit, es Weihnachten werden zu lassen?" Er ruft dazu auf, Weihnachten wieder so zu erleben wie die Kinder. "Wir Erwachsene haben es verlernt, uns so richtig zu freuen. Wir werden zwar am 24. diese Welt nicht verändern, aber gerade in die dunkle Zeit des Lebens, wo die Hoffnung fehlt oder Trauer, Krankheit und Angst den Alltag bestimmen, soll das Licht von Weihnachten hineinleuchten."
An das "Vater unser" und den Segen schließt sich das unter die Haut gehende "Hallelujah" an, berührend deswegen, weil die Gemeinde mit viel Gefühl in den melodischen Refrain einstimmt.
Thomas Gruber dankt im Namen der Kirchenleitung mit einer Geschenktasse "Du bist ein Gedanke Gottes" und die Besucher fordern mit rhythmischen Klatschen mehrere Zugaben.