Der Haushalt 2021 des Marktes Presseck steht. Der Gemeinderat brachte das Zahlenwerk mit einem Volumen von acht Millionen Euro am Dienstagabend in der Schulturnhalle einstimmig auf den Weg.

Der Verwaltungsansatz umfasst rund 3,2 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 4,8 Millionen Euro. Bürgermeister Christian Ruppert und Geschäftsstellenleiter Frank Wunner hatten das Werk bereits bei der Rechtsaufsicht im Landratsamt Kulmbach vorgestellt.

Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt beträgt 309 062 Euro, die geplante Kreditaufnahme liegt bei 200 000 Euro.

Die Kosten für die Hortsanierung und den Einbau der Kindergartengruppe in die Grundschule sind mit 1,67 Millionen Euro angesetzt, das Projekt wird mit 90 Prozent gefördert. 1,35 Millionen Euro stehen für die Abwicklung der Projekte Reichenbach 24, Braunersreuth 11, ehemalige Schuhfabrik Ott und ehemaliges Anwesen Müller mit der Förderoffensive Nordostbayern - ebenfalls mit 90 Prozent Förderung - im Etat. 21 000 Euro sind für den Einbau des Treppenlifts und den neuen Boden im Arzthaus Marktplatz 12 eingeplant. 20 000 Euro kostet der Austausch der Heizung im Haus Frankenwaldstraße 11. 732 728 Euro investiert die Marktgemeinde bei ebenfalls 90-prozentiger Förderung der Breitbandausbau. Die Errichtung eines Feuerlöschbehälters im Baugebiet "Am Sonnenhang" schlägt mir 114 356 Euro zu Buche. Für die weitere Straßensanierung sind 500 000 Euro bereitgestellt und und für die Sanierung des Kinderspielplatzes in Presseck 10 000 Euro. Begonnen werden soll zudem mit der Marktplatzsanierung in Presseck.

Die Hebesätze betragen für die Grundsteuer A 380, für die Grundsteuer B 360 und für die Gewerbesteuer 340 Punkte.

Dorferneuerung frühestens 2024

Bürgermeister Christian Ruppert meinte, dass die kleine Kommune mit einem Acht-Millionen-Haushalt ein Zeichen setze. Dranbleiben wolle er auch in den nächsten Jahren an der Straßensanierung. Die Dorferneuerung Wartenfels werde aber frühestens 2024 beginnen können. Ruppert lobte die gute Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter Ludwig Ruml (FW).

Im Namen der CSU-Ratsfraktion freute sich Raimund Grass über den genehmigungsfähigen Haushalt 2021 und bedankte sich für die 90-prozentige Förderung von Hort und Kita. Dank zollte er zudem Reinhard Baar für die Beibehaltung der Arztpraxis. Weitergeführt werden müsse der Glasfaserausbau. Zudem lobte Grass die faire und intensive Zusammenarbeit der drei Ratsfraktionen.

"Auch wir werden dem Etat 2021 zustimmen", betonte Reinhard Baar (FW). Dieser beinhalte neben den Pflichtaufgaben auch erforderliche Renovierungen sowie Investitionen in die Zukunft.

"Die SPD stimmt dem Haushalt ebenso zu", sagte Gerhard Leinfelder. Im kommenden Jahr gelte es, dem Marktplatz zu Leibe zu rücken und unter Mitnahme der Bevölkerung die Nutzungen der Freiflächen fortzuführen.

Der Kommandant der Feuerwehr Schlackenreuth, Florian Kammerer, hatte dem Marktgemeinderat Presseck in einem Schreiben mitgeteilt, dass die Wehr dringend einen neuen Tragkraftspritzenanhänger benötigt. Er kündigte an, dass der Verein einen Eigenanteil dafür beisteuern werde. Christian Ruppert sah im erforderlichen Kauf eine Investition in die Zukunft, denn auch die kleinen Wehren müssten stets einsatzbereit sein. Kosten wird der neue Anhänger etwa 37 000 Euro.

Nach der erfolgten Sanierung der Reichenbacher Kirche sollen nun auch der Dorf- und Kirchplatz sowie die Zufahrt neu asphaltiert werden. Kosten wird die Maßnahme etwa 28 800 Euro, der Auftrag ging an die Firma Guttenberger Straßenbau GmbH.

Thema waren in der Gemeinderatssitzung auch die Gestaltung der neuen Ortseingangstafeln sowie die Werbung für die Baugebiete. Die Diskussion wird fortgeführt.

Thema Bärwurzwiesen

"Wir stehen dem vom Naturpark Frankenwald vorgestellten Bärwurzwiesen-Projekt positiv gegenüber", sagte Bürgermeister Christian Ruppert und schlug vor, dafür gemeinsam mit den Landwirten eine Lösung zu finden. Unterstützt werde dieses auch von den Landkreisen. "Wir tun schon sehr viel für die Ökologie", meinte dazu Raimund Grass. "Das ist eine kleine begleitende Maßnahme und Werbung auch für den Markt Presseck", erwiderte Gerhard Leinfelder. Der Pressecker Marktgemeinderat sprach sich mehrheitlich für die Teilnahme an diesem Projekt aus.