Karlheinz Thaler ist neues Mitglied des Dormitzer Gemeinderats. In der jüngsten Sitzung wurde er offiziell verpflichtet. Thaler (ÜWB) tritt die Nachfolge von Matthias Fuchs an, der nach langer schwerer Krankheit verstorben ist.

Thaler gehört auch dem Rechnungsprüfungsausschuss an und ist Stellvertreter in der Gemeinschaftsversammlung.

Immer wieder Thema im Gemeinderat ist der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan Sebalder Straße, der mittlerweile in die vierte Fortschreibung geht. 30 Fachstellen und Behörden haben keine Bedenken, Anregungen oder Einwände zum Bebauungsplan vorgebracht. Bei den übrigen Trägern öffentlicher Belange und Behörden, die eine Stellungnahme abgegeben hatten, wurden die Stellungnahmen in der Sitzung geschildert. Das Gremium stellte die vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung (Bamberg) gefertigte Änderung des Flächennutzungsplans mit Begründung, Umweltbericht und geringfügigen redaktionellen Klarstellungen im Umweltbericht mit 12:2 Stimmen fest. Damit nimmt der geplante Bau des Kindergartens eine weitere Hürde.

In der Sitzung stellte Planer Robert Dworschak die eingegangenen Stellungnahmen sowie die von ihm getroffenen Abwägungen vor. Gegenüber dem Vorentwurf habe es nur punktuelle Anpassungen im zeichnerischen Teil gegeben, die Baugrenzen seien unverändert geblieben. Die geforderten Gutachten liegen vor und erfüllten die Richt- und Grenzwerte.

Einwendungen

Die Forderung der Einwender, die technische Anlieferung über die Sebalder Straße zu errichten, sei nicht möglich. Die Anlieferung muss aus betriebstechnischen Gründen über den Veilchenweg erfolgen. Aus pädagogischer Sicht ist es nicht wünschenswert, wenn die Anlieferungen durch die Einrichtung erfolgen und den Betrieb der Kita stören. Ebenfalls sei ein zweiter Eingang zur technischen Anlieferung aus Sicherheits- und Hygieneaspekten funktional.

Der Antrag von Anwohnern, die Planungen der Erschließung für die Verkehrsanlagen massiv zu reduzieren, sei nur entsprechend der Planungen möglich. "Ein Teil der Kostensteigerungen geht auf Einwendungen von Anwohner zurück, denen die Gemeinde Rechnung tragen möchte", erklärte Bürgermeister Holger Bezold (FW) die Kostensteigerung von 27 000 auf 118 000 Euro.

Weiter - so Anwohner - komme die Behinderung des Luftaustausches durch das hohe Kita-Gebäude dazu, das quer zu den Luftströmungsrichtungen stehe und Luftströmungsverwirbelungen entstehen lasse. Die Beeinträchtigung des Luftaustausches im Plangebiet sei nicht unwesentlich, da durch starke Luftströmungen entlang des Ortsrandes bereits Schäden an benachbarten Gebäuden entstanden seien. Das Gremium sieht aber eine signifikante Beeinträchtigung der Belüftungsverhältnisse durch die geplante Kita nicht gegeben. Durch die ländliche Lage sei aus Sicht der Gemeinde weiterhin eine Belüftung des Siedlungsraumes gegeben. Der Gemeinderat billigte den Planentwurf mit 12:2 Stimmen. Bürgermeister Bezold stellte die Entwurfsplanung des Architekturbüros Rosbigalle und Glauber vor für den geplanten Kita-Neubau vor. Er enthält eine Krippengruppe, eine Misch-Gruppe sowie eine Kindergartengruppe und im Obergeschoss weitere Räume zur besonderen Verwendung, die mit Zustimmung des Gremiums gleich mit ausgebaut werden sollen, um Kostenmehrungen zu einem späteren Zeitpunkt zu vermeiden. Der Gemeinderat stimmte der Entwurfsplanung mit 11:3 Stimmen zu.