Das vergangene Jahr hatte für den Kleintierzuchtverein Thurnau und Umgebung Höhen und Tiefen. Die Mitgliederzahl ist mit über 120 nach wie vor ordentlich, hinter Neudrossenfeld und Mainleus ist Thurnau der größte Kleintierzuchtverein im Kreisverband.
Das Zuchtengagement hat jedoch etwas nachgelassen. Der Ringwart hat 1585 Bundesringe an die Züchter ausgegeben. Das ist ein Minus von 235 im Vergleich zum Vorjahr. 117 Kaninchen wurden tätowiert, 20 weniger als 2015.
Schwer zu schaffen macht den Züchtern außerdem die Stallpflicht, wie bei der Hauptversammlung im "Fränkischen Hof" deutlich wurde. Wegen der Vogelgrippe müssen bundesweit bis auf weiteres alle Hühner, Tauben und Enten im Stall bleiben und dürfen nicht mehr nach draußen. "Für unsere Tiere ist das wirklich schlimm", so Vorsitzender Helmut Ulbrich.
Über den tatsächlichen Nutzen würden sich die Experten streiten. Seit November schon dürften auch keine Schauen mehr gehalten werden, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern. Die Ausstellungen der Thurnauer Kleintierzüchter waren bis dahin zwar schon beendet, aber eine gewisse Sorge, was die nächsten Wochen und Monate bringen werden, war in der Versammlung zu spüren.
Doch die Spartenleiter Ralf Münch, Detlef Gasthuber und Uwe Ganzleben berichteten auch viel Positives. Die Jugendarbeit läuft laut Denise Lauterbach hervorragend, und finanziell gab es sogar ein Plus, wie Konrad Hösch betonte.
Besonders erfreulich ist auch, dass mehrere Mitglieder für ihr langjähriges Engagement im Verein ausgezeichnet werden konnten. Die Verbandsnadel in Silber für mehr als 15 Jahre aktive Mitarbeit erhielten Matthias Pollack, Nico Reimann, Julian Ulbrich und Patrick Ulbrich. Die Verbandsnadel in Gold für mehr als 20 Jahre ging an Daniel und Gerlinde Seyferth, Mutter und Sohn waren vor 20 Jahren gemeinsam beigetreten. 40 Jahre im Verein sind Gertrud Richter, Herbert Allersdorfer und Werner Kirschner. Letztgenannter war schon als kleiner Junge von seinem Vater und Gastwirt Emil Kirschner angemeldet worden.
Besonderer Höhepunkt war die Ernennung von Georg Richter zum Ehrenmitglied. Richter ist seit mindestens 53 Jahren im Verein aktiv. So genau lässt sich das nicht mehr nachverfolgen, weil die Mitglieder der Jugendgruppe damals noch nicht gleich angemeldet wurden. Richter ist einer derer, die den Verein entscheidend mit geprägt haben, betonte Vorsitzender Helmut Ulbrich.
Bürgermeister Martin Bernreuther betonte die gute Zusammenarbeit mit den Kleintierzüchtern. Jährlich wird ein Drittel des Vorstands neu gewählt. Alle Amtsträger wurden bestätigt. kms