Einstimmig hat sich der Marktgemeinderat gegen die neuen Planungen für den Ersatzbau der Hochspannungsleitung "Ostbayernring" ausgesprochen. Das Gremium sah nicht zu vertretende negativer Auswirkungen auf die gemeindliche Bauleitplanung.

Die neue Planung sieht im Bereich Neuensorg und in den Ortsteilen Vorderrehberg und Hinterrehberg keine Erdverkabelung mehr vor (die BR berichtete ausführlich). Bürgermeister Franz Uome sah erhebliche negative Folgen insbesondere im Geltungsbereich des angedachten Bebauungsplans "Vorderrehberg II".

Außerdem hält der Markt Marktleugast an der bereits am 25. Januar 2016 beschlossenen Resolution zum Thema Erdkabel fest. Grundsätzlich wird darin die Notwendigkeit der Energiewende und des damit verbundenen Ausbaus der Infrastruktur anerkannt, "soweit der Bedarf an Netzausbauprojekten hierfür im Rahmen eines schlüssigen Gesamtkonzepts nachgewiesen ist". Den Wünschen der betroffenen Kommunen zur Leitungsführung sei aber Rechnung zu tragen. In den Gebieten, in denen die Stromtrasse einer bestehenden Bebauung sehr nahe rückt, müsse daher eine Erdverkabelung vorgesehen werden.

Es gäbe Alternativen

Die Beeinträchtigung der Gesundheit und Lebensqualität sowie der Natur und Landschaft seien durch Freileitungen unvertretbar, heißt es in der Resolution weiter, "weil Alternativen zur Verfügung stehen". Sowohl Drehstromleitungen als auch Hochspannungsgleichstromkabel könnten in der Erde verlegt werden. Die gesetzliche Regelung zur Erdverkabelung im Energieleitungsausbaugesetz sei völlig unzureichend. Die Belastungen der Menschen müssten durch geeignete technische Maßnahmen so gering wie möglich gehalten werden. Gegebenenfalls entstehende Mehrkosten dürften hierbei nicht ins Gewicht fallen.

Für vier Bauanträge erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen: Thomas Buß, Baiersbach 3a, Abriss eines maroden landwirtschaftlichen Nebengebäudes und Neubau eines Nebengebäude mit Doppelgarage, Hackschnitzellager und Heizraum; Eva Wirth und Jonas Feulner, Traindorf 5, Bau eines Gebäudes in Holzständerweise mit Satteldach, das sich dem bestehenden Wohnhaus anpasst; Julia und Maximilian Gareis, Traindorf, Teilabbruch einer Garage und anschließender An- und Umbau mit den Ausmaßen eines Wohngebäudes; Christopher Röder, Hohenberg, Bau eines Einfamilienhauses. kpw