Zu einem Konzert hatte der Kapellenerhaltungsverein die Gesangsgruppe JustForFun in die wunderschöne Bartholomäus-Kapelle eingeladen. Entsprechend ihrem Namen trafen sich die zwölf aus der Lichtenfelser Pfadfinderschaft hervorgegangenen Chormitglieder zunächst aus der Freude am Singen heraus zu Chorproben, ehe sie sich unter der musikalischen Leitung von Paul Krauß zu öffentlichen Auftritten entschlossen. Genauso wie ihr Altersunterschied, der von 18 bis 72 Jahren reicht, zeichnete sich auch ihr Liedrepertoire durch eine große Bandbreite aus.
Schon mit dem ersten Lied "Weit, weit weg" des österreichischen Liedermachers, Weltenbummlers und Volksmusikerneuerers Hubert von Goisern brachte der Chor die sehnsuchtsvolle Stimmung zum Ausdruck, die einen umfängt, wenn der geliebte Mensch sich in weiter Ferne befindet. Nicht weniger gefühlvoll war der nächste Titel "Hallelujah" des erst kürzlich verstorbenen kanadischen Sängers Leonard Cohen, den der Moderator Edmund Müller folgendermaßen ankündigte: "Wenn Sie wie ich eine Gänsehaut bekommen, so liegt es nicht an der winterliche Kälte, sondern an den Stimmen der Chormitglieder von JustForFun." Mit "Gabriellas Song" folgte eine unter die Haut gehende Ballade aus dem schwedischen Film "Wie im Himmel", die zum Ausdruck brachte, dass man trotz mancher Schicksalsschläge sein Selbstbewusstsein bewahren und seinen Lebensmut und seine Lebensfreude nicht aufgeben sollte.


Tribute an Bette Midler

Bei dem wunderschönen Lied "The Rose" aus dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1979, bei dem Bette Midler sowohl als Schauspielerin als auch als Sängerin in Erscheinung trat und das die Freuden und Leiden der Liebe schildert, konnten Randi und Jörg Kirschbaum sowie Paul Krauß ihre stimmlichen Qualitäten als Solisten beweisen.
Auch mit mehreren Hits erfreute der Chor das Publikum. Nach der sanften Liebesmelodie "Can't Help Falling In Love" von Elvis Presley aus dem Jahr 1961 folgte der 1968er Hit "What A Wonderful World" von Louis Armstrong, in dem der als Jazztrompeter bekannte Sänger die herrliche Natur und die Glücksmomente im alltäglichen Leben beschrieb, wobei Uwe Prell die rauchige und heisere Stimme Armstrongs perfekt nachahmte. Bei dem mitreißenden Reggae-Rhythmus von "I Can See Clearly Now", einem Hit von Johnny Nash aus dem Jahr 1972, klatschten die Zuhörer begeistert mit. Sehr gut harmonierten die beiden Solisten Marie Kestel und Paul Krauß in dem gefühlvollen französischen Liebeslied "Plaisir d'amour", dessen Ursprung bis in das Jahr 1785 zurückgeht. Der Text thematisiert drastisch den Zwiespalt zwischen der oft kurzen Erfüllung einer Liebe und dem lebenslangen Liebeskummer. Begleiteten bei diesem Lied Udo Prell und Günter Kestel die beiden Interpreten mit ihren Gitarren, so bewiesen sie anschließend als Instrumentalduo ihr Können. "Sh-boom, Sh-boom" sangen dann die Mitglieder des Chores.


Barclay James Harvest

Bei dem Erfolgssong "Hymn" der britischen Rockgruppe Barclay James Harvest mit einer eingängigen Melodie und einem religiösen Text traten Gerd Göhring und Günter Kestel als Solisten in Erscheinung. Mit "Viva l'amore", einem Loblied auf die Liebe, beendeten die zwölf Sänger ihr Konzert, das vom Publikum sehr gut angenommen wurde und für das sie sehr viel Beifall erhielten. Ein großes Lob durfte auch Edmund Müller für seine fachkundige Moderation entgegennehmen.