"Für mich war Schule immer eine schöne Gemeinschaft", sagt Antje Brück, die neue Rektorin der Grundschule Dormitz und Hetzles. Die guten Erfahrungen, die sie selbst gemacht hat, möchte sie gerne weitergeben.

Die positiven Erfahrungen und die bisherige Entwicklung haben sie bestätigt, beruflich in der Region zu bleiben. Die 52-jährige Brück ist in Forchheim geboren und aufgewachsen. Sie ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Ihr Abitur machte sie am Herder-Gymnasium Forchheim und ihr Studium absolvierte sie in Bamberg.

Zuletzt unterrichtete sie fünf Jahre an der Grundschule Poxdorf, bevor sie sich für die Stelle als Rektorin im Schulverband Dormitz-Kleinsendelbach-Hetzles bewarb. Schulverbandsvorsitzender Holger Bezold (FW) sagt: "Wir sind alle froh über eine kompetente und engagierte Schulleiterin." Wenn Antje Brück die Schule jetzt auch noch so lange wie ihre Vorgängerin oder länger leiten würde, wäre das ein großes Glück, meint Bezold.

Seit Schulbeginn leitet sie die Schule mit 200 Schülern in der Grundschule Dormitz und Hetzles. Antje Brück ist nun froh, hier angekommen zu sein. Es gebe einen unheimlich starken Zusammenhalt im Kollegium, so Brück. Der Empfang von Kollegium und Schülern sei nett und herzlich gewesen. Sie habe sich vom ersten Tag an wohlgefühlt. Alle zeigten sich von Anfang an kooperativ, der Hausmeister, die Sekretärin, die Reinigungskräfte, die Mittagsbetreuung sowie der Elternbeirat. "Das Gesamtpaket stimmt einfach", findet Brück.

Zusammenarbeit vertiefen

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung funktioniere vorzüglich. In ihrem ersten Jahr wolle sie diese vertiefen, vor allem mit Bürgermeister Holger Bezold, der als Verbandsvorsitzender für die Schule direkt zuständig ist. Sicherlich könne man noch einiges verbessern, beispielsweise mehr Raum für die Schulverwaltung, was auch ein persönlicher Wunsch von Brück sei, und die digitale Ausstattung.

Sie habe sich besonders gefreut, dass alle Klassenzimmer mit Dokumentenkameras ausgestattet sind. In der Gemeinderatssitzung wurden schon Wünsche bezüglich digitaler Ausstattung geäußert. "Ich war überrascht, dass man digital in Dormitz und Hetzles schon sehr weit ist", betont die Schulleiterin.

Ein Wunsch wäre, jedes Klassenzimmer mit einem Smartboard auszurüsten, denn damit mache man in Dormitz und Hetzles schon sehr gute Erfahrungen. Ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste stehen Tablets oder Laptops für alle Schüler. "Wir wissen, dass es für manche Familien schwierig ist, die finanziellen Mittel dafür bereitzustellen", erläutert Brück. In Absprache mit dem Schulverband wurden nun insgesamt acht Tablets angeschafft. Geplant ist ebenfalls, in der ersten Jahrgangsklasse einmal wöchentlich mindestens eine Stunde auf dem Laptop zu unterrichten. Was an der Schule dringend fehlt, ist eine Laufbahn, und zwar in Dormitz wie in Hetzles, stellt Brück fest. Gerade der Sportunterricht sei für die Kinder wichtig. Der Sportunterricht, der momentan in Neunkirchen stattfindet, könnte in Dormitz und Hetzles genauso gut abgehalten werden, gebe es denn eine Laufbahn mit Sprunggrube.

In der Kombiklasse profitieren

Neu in der Grundschule ist eine Kombiklasse für die erste und zweite Jahrgangsstufe. "Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule erfolgt problemloser und kindgemäßer, da das den Kindern vertraute Prinzip der Altersmischung beibehalten wird", erklärt Brück. Die Kombiklasse biete Vorteile für Stärkere und Schwächere zugleich. Das leistungsstarke Kind bekomme "ganz nebenbei" die Inhalte der höheren Jahrgangsstufe mit und merke sich schon vieles. Das schwache Kind wiederhole und verstehe so manches besser, wenn es seinem Mitschüler etwas erklären dürfe. "Jedes Kind durchlebt beide Positionen, gehört also in einem Schuljahr zu den jüngeren und im nächsten zu den älteren Mitschülern und kann somit in beiden Positionen profitieren", beschreibt es Brück.

Sie will im Frühjahr, sobald es möglich ist, die Eltern und den Gemeinderat über die Kombiklasse informieren.